Montag, 2. Dezember 2013

Warum ein Blog „Rubens im Rock“?

Warum ein Blog „Rubens im Rock“?


Der Barockmaler Peter Paul Rubens verehrte Frauen mit üppigen Rundungen und stellte sie in vielen seiner Bilder liebevoll dar. Auf ihn geht der Begriff „Rubensfigur“ zurück. 
Nun, mittlerweile habe ich eine Rubensfigur. 
Diese Klassifizierung meines Erscheinungsbilds ist mir allemal lieber, als die Bezeichnungen dick / big oder gar fett / fat. Ich bin erstaunt darüber, dass einige Bloggerinnen diese Bezeichnungen für sich wählen. Meine Wortwahl wäre es nicht. Joana, die unter theplussizeblog.com schreibt, nennt diese Wortwahl respektlos gegen sich selbst. Recht hat sie.

Ich liebe Röcke und Kleider. Schon immer. 
Stellt Euch die mittleren bis späten 60er Jahre vor. Damals gab es nicht nur den Minirock, sondern auch Hosen, Hosen, Hosen. Hosen mit Schlag zu Plateauschuhen, Hüfthosen mit überbreiten Gürteln, Hosen mit sehr hohem Bund, Hosen mit Seitenreißverschluss, Hosen mit rückwärtigem Reißverschluss ... und natürlich Hotpants.
Nicht selten war ich samstags in der Disco die einzige Besucherin im Rock. Das war dann schon fast wieder aufsehenerregend.

Ein schöner Rock hat für mich eine angemessene Länge und ist ausgestellt bis glockig. „Pomanschetten“ sind nicht mein Ding - ebensowenig Bleistiftröcke. Mit leichtem Stirnrunzeln denke ich an die späten 80er und frühen 90er zurück, als man als im Büro arbeitender Mensch ohne Kostüm nicht angemessen gekleidet war. Und zum Kostüm gehörte natürlich der schmale Rock. Eine andere Form gab es nicht. Wie habe ich mich immer geärgert, wenn nach einmaligem Tragen der Gehschlitz bereits ca. 3 cm aufgerissen war. Und das ließ sich nicht vermeiden, denn schließlich musste man irgendwie Treppen steigen oder in die Bahn oder den Bus kommen. Da halfen auch keine Trippelschritte. Was haben wir es heutzutage gut! Jetzt gibt es eine ausreichende Auswahl an verschiedenen Formen und unterschiedlichen Längen – auch in Großen Größen.

Wie Ihr aus den kleinen Rückblicken erahnen könnt, habe ich schon ein paar Modewellen miterlebt. Bei Jahrgang 1952 sicher nicht verwunderlich.

Bevor ich mich weiter verplaudere, will ich kurz beschreiben, worum es in meinem Blog gehen wird:
  • um Plus Size Fashion / Mode in Größen Größen, 
  • um Haut und Haar, 
  • das Älterwerden und 
  • um den Lauf der Zeit und 
  • ein bisschen auch um Vintage.

Mein Modemotto möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Das Leben ist zu kurz für kneifende Kleidung!

Meinem ersten Eintrag beende ich mit Fotos einer Ledertasche aus den 30er Jahren. Beachtet die Details.


Diese Clutch ergänzt manchmal ein Ausgeh-Outfit.


1 Kommentar:

  1. Sehr geehrte Frau Neumon,

    ich freue mich sehr darüber, dass Sie als Best Ager den Weg in die Plussize-Blog-Gemeinde gefunden haben!

    Im Oktober habe auch ich einen Plussize-Blog ins Leben gerufen - meine Intention ist es unter anderem, allen "Rubensfrauen" Mut und Lust dazu zu machen, sich modisch auszuleben und auch zu zeigen.

    Ich ziehe jedenfalls meinen Hut vor Ihnen für den Schritt, mit einem persönlichen Blog die Plussize-Modewelt zu bereichern und wünschte, dass noch viel mehr Frauen allen Alters und jedweder Konfektionsgröße es Ihnen gleich täten, damit es irgendwann auch der Letzte verstanden hat: Mode ist keine Frage des Alters oder der Konfektionsgröße.

    Herzliche Grüße,

    Michaela

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