Sonntag, 1. Februar 2015

An mir lag es nicht

Über das Sterben der Fachgeschäfte

Seit Jahren schon wird auf den Lokalseiten der Tageszeitungen immer wieder das Sterben der Fachgeschäfte beklagt. Alteingesessene Einzelhandelsgeschäfte, oft über mehrere Generationen geführt, geben auf. Noch vor Jahren waren die steigenden Mieten für Geschäftsräume der Grund für die Geschäftsaufgabe, mittlerweile ist es die Konkurrenz durch den Internethandel.
Gestern nun schloss ein Anbieter für Große Größen sein Internetportal - Emilia Lay. Emilia Lay war spezialisiert auf Business-Mode in den Größen 42 bis 54.
Man mag es bedauern, dass es das Haushaltswarenfachgeschäft nicht mehr gibt, das Wäschefachgeschäft, das Fachgeschäft für Koffer und Taschen ... wenn ich mich dann aber fragte, wann ich das letzte Mal dort gewesen war, dann war das schon lange her. Auch ich trage eine Mitschuld am Sterben der Fachgeschäfte.
Anders bei Emilia Lay. Hier habe ich immer wieder das ein oder andere schöne Teil für mich bestellt, in jeder Saison. An mir lag es nicht, dass Emilia Lay den Geschäftsbetrieb eingestellt hat.
Was bedeutet es nun, dass ein Internet-Anbieter für Große Größen aufgibt?
Offenbar ist das Angebot im Internet im Plus Size Segment doch so groß bzw. die Nachfrage nach Großen Größen eben doch nicht so groß, sodass sich der Markt konsolidiert.

Heute stelle ich eines der letzten Teile vor, die ich bei Emilia Lay bestellt habe, einen schwarzen, taillierten Kurzmantel aus Wolle.

 

Beim Stylen habe ich ein bisschen mit Schals experimentiert. Trage ich einen Kaschmirpullover mit Rollkragen, kann ich auf einen Schal verzichten. Ich will mich nicht immer "behängen" - manchmal ist weniger mehr.

Kommentare:

  1. very elegant outfit (or should I say outfits)? It's a wonder how adding a scarf can totally change a look. I like both scarves, the fur and the knit one.

    http://modaodaradosti.blogspot.com/

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  2. Ich habe mich ein paar Mal darüber geärgert, als es (Internet)-Rabatt Aktionen gab und ich was bestellt hatte, hatte es eine Woche gedauert mir per Brief mitzuteilen, dass die Artikel nicht mehr verfügbar waren. Lag aber auch daran das sie per Katalog weiter zum gleichen Preis angeboten wurden. Dann ging es anscheinend nicht nach first come, first served, sondern der Onlinekunde mit dem günstigeren Artikel wurde wie es aussieht hintenangestellt. Kann man machen, ist aber sch.... Nachdem mir das 2 oder 3 mal passiert ist hatte ich den Newwsletter abbestellt. Entweder ich biete etwas günstiger an - oder ich lasse es.

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    1. "Aha", habe ich gedacht, "es ging also nicht nur mir so". Ähnliches habe ich auch erlebt. Zuletzt erlebte ich es übrigens bei diesem Mantel, den ich im Dezember bestellt habe. Geliefert wurde er dann letzte Woche.
      Am vorletzten Handelstag habe ich noch Badeanzüge bestellt. Vielleicht bekomme ich sie noch.

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  3. War Emilia Lay nicht ursprünglich ein Ableger von Quelle? Hab da sowas im Hinterkopf...
    Vielleicht lag es aber auch am Angebotssegment, sehr klassische Mode, Businessmode, eher für reifere Frauen. Ähnliches wird, auch in großen Größen, von einigen anderen Anbietern, wie zB Peter Hahn, verkauft. Die Zielgruppe geht eventuell auch noch mehr offline einkaufen...
    Die aussterbenden Fachgeschäfte fehlen mir schon, damit einher geht ja auch die Vereinheitlichung der Fußgängerzonen. Und dann noch diese austauschbaren Shoppingmalls, so langweilig.
    LG Elke

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    1. Hallo Elke, ich kann dich jetzt sehen!!!
      Stimmt, Emilia Lay war ursprünglich ein Quelle-Ableger, wie auch Madeleine. Beide haben übrigens gemeinsam Räumungsverkaufstouren gemacht. Zweimal im Jahr waren beide für kurze Zeit in gemieteten Räumen vertreten, um Vorjahresware günstig anzubieten. Ja, Peter Hahn hat sein Große Größen Sortiment im letzten Jahr deutlich erweitert und wirbt jetzt auch verstärkt dafür. Und die Homepage von Emilia Lay verweist mittlerweile auf Peter Hahn. Mich würde interessieren, was Peter Hahn dafür gezahlt hat.

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    2. Was das Aussterben der Fachgeschäfte anbelangt, habe ich mich zu Zeiten, als die hohen Mieten in den Innenstädten das Argument für den Niedergang waren, immer gefragt, wie sich Ketten wie H&M oder Zara danach in eben diesen Räumen halten konnten, zumal H&M damals als "Billig-Kette" galt. Anscheinend stimmt es wirklich: die Masse macht's.

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