Montag, 31. Mai 2021

ü30blogger: Blogparade Mai 2021 : Poetisch verträumte Looks

Die ü30-Blogger haben zur Blogparade im Mai eingeladen.


Blumenprints, feminine Tupfen, Puffärmel, Rüschen, Spitze, Tüll und Volants - ja, dazu kann ich einiges beitragen. 
Verträumt (oder auch mal verpeilt) bin ich dann und wann, poetisch wohl eher nicht.
Kleidung darf bei mir durchaus weich und ein bisschen verspielt sein.  Darin fühle ich mich wohler als in schlicht, sachlich, "clean" ... Der Business-Look ist bei mir passé. Lena Hoschek ist mir näher als Jil Sander.

Heute habe ich diesen Rock getragen, mit genau diesem Twinset.

  

Ein Blüschen mit Puffärmeln gibt es auch dazu.


 Stufenröcke sind nun schon im zweiten Jahr meine Favoriten - weil sie so bequem sind.

  

Zwischendurch darf's auch mal ein blumiger Pulli sein.

  

... und ein bestickter Plisseerock

 

Kurzes Flatterröckchen ...

 

und langen Seidenrock trage ich nicht so oft, ich bevorzuge die Midi-Länge.

 

Es darf auch mal Rosen regnen


 Selbst an einem Weihnachtsfeiertag trug ich einen bequemen Stufenrock,
dieses Mal mit besticktem Shirt

 

 Auch mit Pünktchen kann ich aufwarten

Blumenprints, feminine Tupfen, Puffärmel, Rüschen, Spitze, Tüll und Volants - ja, alles ist dabei, bei meinen Wohlfühl-Looks.

Apropos Kleidung und Träumen: Waren es in den vergangenen Jahren noch Kleider und Röcke von Dolce & Gabbana, die mich träumen und schwärmen ließen, so habe ich in diesem (und dem letzten) Jahr einige neue Labels entdeckt, die mich begeistern.

Schaut mal bei Erdem, Zimmermannwear oder ladoublej (sprich: La double J).

Danke für dieses schöne Thema.

Nun wünsche ich allen Ü30-Damen eine schöne Woche und werde noch rasch meinen Beitrag verlinken.

1. Bitte nur einen Post  zum Thema pro Teilnehmer*in
2. Verlinkt in Eurem Post bitte diese Aktion: https://www.ue30blogger.de/2021/05/Poetisch-vertraeumte-Looks-ue30blogger.html
3. Tragt ins Linkup einfach Euren Namen bzw. den Eures Blogs und einen prägnanten, kurzen Text ein.
4. Es wäre schön, wenn Euer Post-Titel "ü30Blogger & Friends" o.ä. enthält.
5. Das Bildchen zur Aktion dürft/sollt/könnt Ihr in Eurem Beitrag verwenden.


 


Sonntag, 16. Mai 2021

Stricklust? - Was lange währt ...

... wird endlich fertig!!! 

Gestern habe ich endlich den zweiten Ärmel eingenäht. Da es, obwohl Mitte Mai, recht wechselhaft und kühl ist, trage ich heute den Pulli sogar. Er ist herrlich warm und leicht. Nachgewogen: 300 g Wollreste sind verarbeitet.



 
Schon bei der Auswahl der Farben hatte ich im Sinn, den Pulli mit diesem Rock zu kombinieren.
 
 
Mit dieser Vorstellung von einem Outfit entdeckte ich dann auch farblich passende Turnschuhe - äh Sneakers, noch dazu mit meinem Lieblingsprint Schlangenoptik. 
 
Den Rock habe ich letztes Jahr genäht mit Stoff aus den frühen 90ern, die Wollreste des Pullis stammen aus den 80ern.  Wenn das nicht "nachhaltig" ist😏?



Gewöhnungsbedürftig ist für mich, Turnschuhe zum Rock zu tragen - aber bequem ist das allemal.


 

Aus dieser Restesammlung habe ich verwendet

3 Sorten graue Schurwolle

3 Sorten graue Mohair-Mischung (überwiegend "Geisha" von Esslinger Wolle, schade, dass es die nicht mehr gibt)

1 Sorte hellblaue Schurwolle

2 Sorten hellblaue Mohair-Mischung "Geisha"

1 Sorte Farbmix blaugrau hell und dunkel mit Mohair

1 Sorte Effektgarn mit Fransen in hellblau

(Jetzt sind noch die Farben Richtung türkis, blaugrün übrig. Ob ich die auch noch verstricke?)

Das Stricken machte Spaß und ging schnell von der Hand, aber dann kam es dicke! Die häufigen Farbwechsel brachten Gewurschtel mit den Knäueln mit sich. Das war bald lästig und so habe ich bei Farbwechsel die Fäden abgeschnitten. Beim Stricken hatte ich leider keinen Plan, wie ich mit den Fäden umgehen sollte. Diese Fransen haben die Fertigstellung dann auch deutlich verzögert, d. h. meine Motivation war am Boden.
Aber bevor mein Gestrick ein UFO werden sollte, habe ich mir doch einen Ruck gegeben und die Fäden vernäht, verhäkelt, verflochten ...
Im Internet fand ich keine wirklich übezeugenden Ideen ... aber für Anregungen bin ich offen und dankbar.



Samstag, 24. April 2021

Stricklust? - Endspurt oder UFO?

 Also - die Einzelteile sind schon eine Weile fertig. Gestern habe ich das Halsbündchen gestrickt. Der Kopf passt durch.

Noch die Ärmel zusammen nähen und einsetzen und dann ... kommt der Marathon des Fäden Vernähens.

Mittwoch, 10. Februar 2021

Stricklust? - Gedämpft!

Ich habe den Eindruck, dass der Reste-Pullover zu weit wird - trotz Maschenprobe. So ein Mist! Es sind schon 15 cm rundum gestrickt. Heute Abend werde ich wieder alles aufribbeln und ca. 20 bis 30 Maschen weniger anschlagen. Dumm nur, dass ich die Fäden immer wieder abgeschnitten habe, weil es zu unhandlich war, mit mehreren Knäueln zu stricken.
Weitermachen?

Samstag, 6. Februar 2021

Stricklust?


Also, Frau Nähfreundins rosa Pullover  gefällt mir ausgesprochen gut. So gut, dass ich Lust aufs Stricken bekommen habe. 
Vor vielen Jahren, in den 1980ern, gab es einmal eine deutschlandweite Strickwelle. Wer Bus oder Bahn fuhr, sah immer wieder Frauen, die ihr Strickzeug auspackten. Die ordentlichen legten ein Küchentuch auf den Schoß, um Fusseln auf der Kleidung zu vermeiden, andere legten einfach los und versuchten beim Aussteigen die Fusseln abzustreifen.
Ich war auch so eine eifrige Strickerin.
 

Foto von ca. 1980

In dieser Zeit sind viele Pullover entstanden - und viele Reste übrig geblieben. Vor Jahren, als "Urban Knitting" aufkam, ihr erinnert euch, Jugendliche haben eifrig gestrickt und Bäumen, Ampel- und Laternenmasten einen Pullover verpasst, habe ich eine große Kiste mit Resten gepackt, um sie bei einer Schule abzugeben. Die lokale Zeitung berichtete von den Strickaktionen der Schüler. Nur bis ich meinen Karton fertig gepackt hatte, war die Aktion vorbei. Ich war zu spät dran. Übrig blieb eine große Kiste mit Resten. Wieder einige Zeit später habe ich den Inhalt durchgesehen und zusammen passende Farbtöne ausgewählt. Daraus müsste ich doch etwas machen können?
 
 
Unterschiedliche Qualitäten, Schurwolle, Effektgarn, Mohair-Mix, in harmonierenden Farbtönen
 
Gestern habe ich diese Reste aus meinem Fundus geholt und eine Maschenprobe gestrickt. 
Ja, ich werde daraus einen Wellenpullover stricken - in wilder Farbreihenfolge. Resteverwertung eben.


Das Muster findet sich so oder so ähnlich eigentlich in jedem Handarbeitsbuch. Richtg ins Auge sprang es mir aber beim blau, rot, weißen "Victory Jumper" aus dem Jahr 1945. Der wurde vor einigen Jahren in der Community rauf und runter gestrickt.

Der Vergleich meiner Maschenprobe mit der Abbildung des Originals zeigte mir, dass ich den Umschlag in der Rückreihe verschränkt abstricken muss, damit kein Lochmuster entsteht.

Frau Nähfreundins Pullover steckt mir allerdings auch in der Nase. Deshalb suchte ich in alten Strickheften nach einer Vorlage für einen Pullover mit Passe, der von oben nach unten rundgestrickt wird. Hier ein Beispiel, das ich gefunden habe. Und Blätter habe ich auch schon gestrickt.

Von der Idee, ebenfalls einen Pullover "von oben nach unten" zu stricken bin ich abgekommen, werde ganz herkömmlich stricken. 

Die Anzahl der anzuschlagenden Maschen ist berechnet - heute Abend kann's losgehen.


 Lust auf Stricken? - Ja!!!



  



Sonntag, 31. Januar 2021

Rubens im Rock mit Karo

Die ü30Blogger & Friends haben sich wieder ein schönes Thema ausgedacht: Karos!
https://www.ue30blogger.de/2021/01/blogparade-karo-ue30blogger.html

Ja, Karos, Karostoffe begleiten mich schon über viele Jahre. Bei mir waren es vorzugsweise Schottenkaros. Auch echte Tartanstoffe waren dabei. Der aktuelle Stand meines Kleiderschranks weist nur leider keinen einzigen Rock und kein Kleid mit Karomuster mehr auf. Wie konnte denn das passieren? ich erinnere mich, dass ich vor einigen Jahren schweren Herzens einen echten Kilt aussortiert habe, reine Schurwolle, Black Watch-Muster. Ich weiß, dass es mir damals schwer fiel, den Kilt in den Kleidersack zu stecken. Warum habe ich ihn nicht aufgehoben? Ich hebe doch sonst qualitativ hochwertige Kleidungsstücke meist auf. Ich fand black watch damals zu düster und den Rock insgesamt zu konservativ. Nun ja, passiert ist passiert.

Und was steckt in diesem Schächtelchen?



Tatsächlich besitze ich derzeit nur karierte Schals und dieses edle Karo-Tuch. Diese Fotos habe ich übrigens erstmals vor fast genau 6 Jahren veröffentlicht. Da sich aber noch alles, also Rock, Pullover, Gürtel, Tasche, Schuhe in meinem Bestand befinden, darf ich die Fotos sicher noch zeigen.

Sehnsucht nach einem schönen Karorock habe ich schon seit einiger Zeit, im Sommer schwärmte ich davon. In der Zwischenzeit habe ich im Internet nach geeigneten Wollstoffen gesucht - ich will Schurwolle, keine Polyester/Viskose-Mischung! Aber oha! - Bei diesen Preisen muss ich mir ganz sicher sein, dass der Stoff dann bei mir nicht nur liegt, sondern verarbeitet wird. Italienische Karostoffe in tollen Farben sind ab ca. 60 € zu haben, echte Tartans ab mehr als 100 € pro Meter! Und aus GB bestelle ich derzeit sicher nicht, denn ich habe keine Lust, mir mein Stoffpaket beim Zoll abzuholen - falls es überhaupt so weit kommt ...

Wer übrigens gute Stoffadressen für Karostoffe in Schurwollqualität im Internet kennt, immer her damit.

Schon seit geraumer Zeit bin ich also auf der Suche nach Inspiration ... und habe viel entdeckt. Kommt mit auf eine kleine Zeitreise.



Burda von 1996, ein Wickelfaltenrock im Kiltstil. Wie an der technischen Zeichnung zu erkennen ist, ist der Rock recht einfach zu nähen. Den Schnitt aus dem Heft braucht man dazu wirklich nicht.

Nun geht's weiter zurück ins Jahr 1978, zu Burda International!


 Zwei, die mich begeistern - kiltartiger Faltenrock und Glockenrock im schrägen Fadenlauf.


 Diese Outfits mit den schräg geschnittenen Röcken würde ich genau so tragen - auch heute noch.

 

Mit diesem Bild grüße ich Frau Nähfreundin sehr herzlich. Hier der ältere Bruder ihres "Holzfällermantels".  Sieht auch schick zum Cord-Rock aus.


Einen herzlichen Gruß sende ich auch an Frau Bahnwärterin. Sie wird die Verwandtschaft (von Lanvin) zu ihrem grünen Karokleid sicher erkennen.



Und dann gab es noch dieses Kleid aus Burda 05/2020. Das Kleid hat was, auch wenn ich an der Eignung des Schnitts für mich zweifle. Es geht mir nicht aus dem Kopf. Ich würde es aus Hemdenkaro nähen.

Vielen Dank an die Organisatorinnen dieses schönen Themas.


Sonntag, 20. Dezember 2020

Neumon - Großes Finale des Weihnachtsnähens


Nun ist es so weit - Finale des WKSA 2020
 
Mein Rock ist schon seit einigen Tagen fertig. Mit den Fotos hatte ich allerdings bisher kein glückliches Händchen ...
 
Dieser Tage bat ich meinen Mann, Fotos von mir drinnen zu machen. Das Ergebnis ist nicht überzeugend: helles Haar und helles Shirt vor weißer Tür - das is' nix.

 
Gestern konnte ich das schöne Sonnenlicht draußen leider nicht nutzen, also musste ich heute raus, wollte wieder vor meiner neutral grauen Wand fotografieren. 

 
Vor einigen Jahren hätte ich mir noch den Spass erlaubt, ein weißes T-Shirt beherzt diagonal zu zerschneiden,  die Schnittkante umzunähen und damit der Vorlage noch etwas näher zu kommen. Auf jeden Fall hat mich die Vorlage zur Kombination mit cremeweißem Edelshirt und zum Tragen offener Schuhe animiert. (Zur Erinnerung: die Vorlage ist  von Dolce & Gabbana via Farfetch.com)

 
Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das Futter gibt dem zarten Stoff des Rocks das nötige Volumen. Übrigens der Saum mit Blindstich im Blindflug hat funktioniert.



 

Obwohl der grüngraue Pulli farblich passt, gefallen mir die Melonetöne besser zum Rock.




Je länger ich die Fotos betrachte, desto mehr Kombinationsideen habe ich. Ich werde also in den nächsten Tagen noch Ergänzungen einstellen. Für mehr Aufnahmen reicht heute das Tageslicht nicht mehr.

Nun geht's aber schnell weiter zu MMM, mal schauen, was die anderen Näherinnen eingestellt haben.
 
Nachtrag vom 10.01.2021:
 
Das sonnige Wetter draußen macht Lust auf Fotos. Hier nun eine weitere Kombination, die farblich auch recht gut passt - Kaschmirstrick in bordeaux als winterliche Variante.
 
 
Als ich mir überlegte am WSKA 2020 teilzunehmen, bin ich die Nähaktion nicht sonderlich motiviert angegangen, denn schließlich habe ich wirklich genug festliche Winterkleidung, brauchte also nichts. Aber der Appetit kam beim Essen - äh Schneidern. Auf die Fertigstellung des Rocks habe ich mich im Verlauf der Aktion wirklich gefreut und habe den Rock am 1. Weihnachtsfeiertag und an Neujahr getragen. Wenn das kein Erfolg ist?