Labels

Posts mit dem Label Stricken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stricken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 10. Februar 2021

Stricklust? - Gedämpft!

Ich habe den Eindruck, dass der Reste-Pullover zu weit wird - trotz Maschenprobe. So ein Mist! Es sind schon 15 cm rundum gestrickt. Heute Abend werde ich wieder alles aufribbeln und ca. 20 bis 30 Maschen weniger anschlagen. Dumm nur, dass ich die Fäden immer wieder abgeschnitten habe, weil es zu unhandlich war, mit mehreren Knäueln zu stricken.
Weitermachen?

Samstag, 6. Februar 2021

Stricklust?


Also, Frau Nähfreundins rosa Pullover  gefällt mir ausgesprochen gut. So gut, dass ich Lust aufs Stricken bekommen habe. 
Vor vielen Jahren, in den 1980ern, gab es einmal eine deutschlandweite Strickwelle. Wer Bus oder Bahn fuhr, sah immer wieder Frauen, die ihr Strickzeug auspackten. Die ordentlichen legten ein Küchentuch auf den Schoß, um Fusseln auf der Kleidung zu vermeiden, andere legten einfach los und versuchten beim Aussteigen die Fusseln abzustreifen.
Ich war auch so eine eifrige Strickerin.
 

Foto von ca. 1980

In dieser Zeit sind viele Pullover entstanden - und viele Reste übrig geblieben. Vor Jahren, als "Urban Knitting" aufkam, ihr erinnert euch, Jugendliche haben eifrig gestrickt und Bäumen, Ampel- und Laternenmasten einen Pullover verpasst, habe ich eine große Kiste mit Resten gepackt, um sie bei einer Schule abzugeben. Die lokale Zeitung berichtete von den Strickaktionen der Schüler. Nur bis ich meinen Karton fertig gepackt hatte, war die Aktion vorbei. Ich war zu spät dran. Übrig blieb eine große Kiste mit Resten. Wieder einige Zeit später habe ich den Inhalt durchgesehen und zusammen passende Farbtöne ausgewählt. Daraus müsste ich doch etwas machen können?
 
 
Unterschiedliche Qualitäten, Schurwolle, Effektgarn, Mohair-Mix, in harmonierenden Farbtönen
 
Gestern habe ich diese Reste aus meinem Fundus geholt und eine Maschenprobe gestrickt. 
Ja, ich werde daraus einen Wellenpullover stricken - in wilder Farbreihenfolge. Resteverwertung eben.


Das Muster findet sich so oder so ähnlich eigentlich in jedem Handarbeitsbuch. Richtg ins Auge sprang es mir aber beim blau, rot, weißen "Victory Jumper" aus dem Jahr 1945. Der wurde vor einigen Jahren in der Community rauf und runter gestrickt.

Der Vergleich meiner Maschenprobe mit der Abbildung des Originals zeigte mir, dass ich den Umschlag in der Rückreihe verschränkt abstricken muss, damit kein Lochmuster entsteht.

Frau Nähfreundins Pullover steckt mir allerdings auch in der Nase. Deshalb suchte ich in alten Strickheften nach einer Vorlage für einen Pullover mit Passe, der von oben nach unten rundgestrickt wird. Hier ein Beispiel, das ich gefunden habe. Und Blätter habe ich auch schon gestrickt.

Von der Idee, ebenfalls einen Pullover "von oben nach unten" zu stricken bin ich abgekommen, werde ganz herkömmlich stricken. 

Die Anzahl der anzuschlagenden Maschen ist berechnet - heute Abend kann's losgehen.


 Lust auf Stricken? - Ja!!!



  



Mittwoch, 15. Oktober 2014

Mollig warmer Oktoberpullover

Für Herbstspaziergänge habe ich einen weit geschnittenen Pullover, der so mollig warm ist, dass ich dazu keine Jacke brauche. In dieser Jahreszeit ist er mit seiner Farbe und den eingestrickten Blattmotiven schon fast Tarnkleidung. Gestrickt habe ich ihn aus voluminösem Mohairgarn.



Zum Einkaufen trage ich den Pullover auch einmal so, nämlich mit Rock:


Sechs-Bahnen-Rock mit schwingender, doppellagiger Saumweite von Basler.


Hier ein Blick auf das Muster, es ist ein Lochmuster mit Blättern:
















Wie ein Blatt gestrickt wird?
Ganz einfach, hier ist die Beschreibung mit Strickschrift.




Ein Blatt stricken

Anmerkung:
Das Blatt wird ausgehend von einer rechten Masche gestrickt! Das Umfeld, auf dem das Blatt gestrickt wird, sollten linke Maschen sein, also Hinreihe links, Rückreihe rechts.
Als Untergrund kann auch ein Perlmuster verwendet werden, also rechts, links im Wechsel versetzt.
Die Rückreihen werden gestrickt, wie die Maschen erscheinen (hier also links).
Nach dieser Strickschrift kann das Blatt leicht vergrößert oder verkleinert werden.

25






3







23





2
r
2




21




2
r
r
r
2



19



2
r
r
r
r
r
2


17


2
r
r
r
r
r
r
r
2

15

2
r
r
r
r
r
r
r
r
r
2

13
r
r
r
r
r
u
r
u
r
r
r
r
r
11

r
r
r
r
u
r
u
r
r
r
r

9

r
r
r
u
r
u
r
r
r


7


r
r
u
r
u
r
r



5



r
u
r
u
r




3





u
r
u





1






r








1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13

Zeichenerklärung:
r: rechte Masche
u: Umschlag
2: 2 Maschen rechts zusammenstricken
2: 2 Maschen rechts überzogen zusammenstricken, d. h. 1. Masche rechts abheben, 2. Masche rechts stricken dann 1. Masche über 2. Masche überziehen
3: 3 Maschen rechts überzogen zusammenstricken, d. h. 1. Masche rechts abheben, 2. und 3. Masche rechts zusammenstricken dann 1. Masche über 2. Masche überziehen

Das Blatt wird, wenn man normale Wolle verwendet, plastisch hervorgehoben. Besser sichtbar wird es an diesem Beispiel:



Der Pullover hat übrigens ein Geheimnis. Kommt jemand drauf?

Was andere Bloggerinnen an Hübschem zu  zeigen haben, gibt es bei MMM Me Made Mittwoch und bei RUMS zu sehen.

Nachtrag vom 16.10.2014

Das Rätsel ist gelöst!!!!

Hilte hat den Volltreffer gelandet!
Der Pullover
ist älter als meine Kinder. Es stammt aus der Strickwelle der ersten Hälfte der 80er. 
Ich habe Ihn nach einer Vorlage der Verena gestrickt, die damals übrigens noch zum Burda-Verlag gehörte.
Ich wollte mich über die Jahrzehnte nicht von ihm trennen, weil ich das Muster so schön fand. Und ich fand, dass wir beide, der Pullover und ich, einen schönen Abschluss verdient haben, deshalb schrieb ich diesen Beitrag. Wenn auch sein Platz im Oberschrank jetzt geräumt wird, so bleiben noch die Fotos.

Gleichzeitig verabschiede ich mich auch von diesem Prachtstück mit diagonalem Muster in tollem petrol, das seinen 30. Geburtstag ebenfalls schon hinter sich hat. Die Strickvorlage stammte aus Canstanze Strickmode Herbst/Winter 1982/83.
Wenn ich mir die Fotos so betrachte, dann finde ich die Farbe und das Muster immer noch toll. Die Trennung fällt mir wirklisch schwer, schließlich hängt an jedem selbst erstellten Teil immer auch ein bisschen Herzblut.




Tschüss, ihr Hübschen!



Mittwoch, 30. Juli 2014

Ahoy Sailor!

Since about 20 years it is the first time that I knitted a sweater for me. In the mean time I knitted only for my children. But although I have some experience in knitting the making of the sailor collar was new for me and I had to find out how to do it. 
You see me in two different skirts, a long one and a very long one. I'm interested in your opinion which one is better for the look. Please vote.

And here you find all the other sailors.

Über antizyklisches, experimentelles Stricken

Aus vorangegangenen Strickepidemien, die alle paar Jahrzehnte über die weibliche Bevölkerung hereinbrechen, sind bei mir Garnpakete und Wollreste übrig geblieben, die ich nun so nach und nach abbauen will. Wenn nicht jetzt, wann dann?
So kam es, dass ich jetzt im Sommer aus meinem Garnbestand einen warmen Pulli für Herbst und Winter gestrickt habe - antizyklisch gewissenmaßen.

- looking back over my shoulder -

Ich hatte 500 g "Nebraska" von Schewe (Wolle / Synthetik-Gemisch) für Nadelstärke 3,5 - 4,5 zur Verfügung. 
Was wollte ich stricken? Einen Matrosenpullover im Stil der 30er / 40er Jahre, also kurz, und mit dem typischen Matrosenkragen.
Etwas Sorge hatte ich, ob das Garn reichen würde. Lt. Herstellerangabe werden bei Gr. 40 ca. 600 g benötigt und ich hatte nur 500 g und Gr. 46. Zur Not wäre mir aber bestimmt irgend eine ringelige Lösung eingefallen. Tatsächlich sind noch 140 g übrig. Ich habe übrigens Nadelstärke 3,5 verwendet.



Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. (Allerdings habe ich mich sofort nach dem Shooting umgezogen ;-))

Ich mag den Look, der mich an die 30er /40er erinnert. Und ich finde, dass kurze Pullover auch bei etwas fülligeren Figuren recht gut aussehen.






Hier im langen 12-Bahnen Leinenrock. Welche Rocklänge ist nun besser? Die längere oder die kürzere?

Und das war der Grund für mein experimentelles Stricken:
  • Einen Matrosenkragen habe ich bisher noch nicht gestrickt. Mir war nicht ganz klar, wie ich den Kragen über die Schulter bringe, ohne dass die Ecken am Ende zipfeln. Zwar habe ich im Internet einige Hinweise gefunden, aber keine konkrete Beschreibung. Eine ältere Rebecca, in der solch ein Matrosenkragen wohl beschrieben ist, wollte ich mir nicht bestellen, also war klar, dass ich experimentieren musste.

  • Auch am Muster habe ich herumprobiert:
    Geplant (und im Vorderteil verstrickt) war zunächst dieses Muster:
    Rippenmuster bis zum Armausschnitt, in der Passe dann das Kreuzmuster. Es zeigte sich aber, dass mir das Muster für die doch recht kräftige Wolle zu voluminös war. Also habe ich alles wieder aufgezogen und mich dann für glatt rechts entschieden.
  • Experimentiert habe ich auch mit der weißen Verzierung. Dazu gab es einige Versuche, die ich aber wieder verworfen habe.




Auf meine Kragenlösung möchte ich genauer eingehen:

Wenn man den Ausschnittschlitz gerade hoch strickt, entsteht beim Umklappen zwischen Schulterabschluss und letzter Ausschnittreihe ein Dreieck (rechts zu erkennen), das ich mit verkürzten Reihen geschlossen habe (links zu sehen). Die Strecke der Maschen ist damit länger geworden. Die Anzahl der Maschen muss angeglichen werden, also habe ich nach jeder 2. Masche eine weitere Masche aus dem Querdraht gestrickt.



Nun wird das Rückenteil angenäht. Am Rückenteil hatte ich die Maschen am Halsabschluss stillgelegt, nicht abgekettet. 
Die Kragenmaschen einer Seite des Vorderteils kommen jetzt auf eine Nadel, dann die Maschen vom Halsabschluss des Rückenteils, dann die Maschen der anderen Seite des Vorderteils. Jetzt wird die Rückseite des Kragens gestrickt.

Hat jemand einen anderen Vorschlag für den Kragen?


Beim Ausschnitt des Vorderteils habe ich nur noch den Teil glatt rechts gestrickt, der bei einem V-Ausschnitt übrig bleiben würde. Was bei einem V-Ausschnitt entfällt, habe ich kraus rechts gestrickt, das ist der Teil, der später umgeklappt wird.

Man erkennt es vielleicht nicht deutlich, aber der Pullover ist auf Figur gestrickt, d. h. zur Taille hin abgenommen und dann allmählich auf OW zugenommen. 


Anschließend musste noch zusammengenäht und verziert werden.
Zur Verzierung habe ich den 4-fach Faden einfach durchgezogen und für die Schleife eine Kordel gedreht.


Fertig!

Was ich gemacht und was ich nicht gemacht habe:

  • Eine Maschenprobe:
    Auf eine Maschenprobe verzichte ich nur, wenn ich das gleiche Garn ein weiteres Mal verstricke. Verwende ich ein Garn zum ersten Mal - oder nach langer Zeit wieder - mache ich auf jeden Fall eine Maschenprobe.
  • Ich habe keinen Schnitt in Originalgröße angefertigt, sondern nur einen kleinen Schemaschnitt mit meinen genauen Maßen aufgezeichnet. Schnitte in Originalgrößen mache ich bei sehr ausgefallenen Formen.
  • Ich habe die Teile vor dem Zusammennähen nicht gespannt. Das mache ich nur bei Mustern, die stark zusammenschnurren. 
  • Ich habe die Teile bzw. den fertigen Pullover nicht gedämpft. Das schöne glatte Maschenbild kommt nach der ersten Wäsche ganz von selbst.
  • Ich habe eine Musterprobe gestrickt.
    (Hat aber nichts gebracht, weil ich mich trotzdem umentschieden und aufgezogen habe.)

    Ob andere erfahrene Strickerinnen jetzt den Kopf schütteln???

Lessons learned

Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!
Meine Erkenntnis aus diesem Strickprojekt war: bei Pullis, die auf Form gestrickt werden, genügt es, die Maschenzahl bis zum oder kurz unter den Brustpunkt zu erhöhen. Bis dahin soll die erforderliche Maschenzahl erreicht sein. Für die Passform ist es kein Zugewinn, wenn man die Maschenzahl noch bis kurz unter den Armausschnitt erhöht.


RUMS

Heute versuche ich, zum ersten Mal bei RUMS teilzunehmen. Hier stellen Bloggerinnen vor, was sie für sich selbst gemacht haben.