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Mittwoch, 10. Februar 2021
Stricklust? - Gedämpft!
Samstag, 6. Februar 2021
Stricklust?
Foto von ca. 1980
Das Muster findet sich so oder so ähnlich eigentlich in jedem Handarbeitsbuch. Richtg ins Auge sprang es mir aber beim blau, rot, weißen "Victory Jumper" aus dem Jahr 1945. Der wurde vor einigen Jahren in der Community rauf und runter gestrickt.
Der Vergleich meiner Maschenprobe mit der Abbildung des Originals zeigte mir, dass ich den Umschlag in der Rückreihe verschränkt abstricken muss, damit kein Lochmuster entsteht.
Frau Nähfreundins Pullover steckt mir allerdings auch in der Nase. Deshalb suchte ich in alten Strickheften nach einer Vorlage für einen Pullover mit Passe, der von oben nach unten rundgestrickt wird. Hier ein Beispiel, das ich gefunden habe. Und Blätter habe ich auch schon gestrickt.
Von der Idee, ebenfalls einen Pullover "von oben nach unten" zu stricken bin ich abgekommen, werde ganz herkömmlich stricken.
Die Anzahl der anzuschlagenden Maschen ist berechnet - heute Abend kann's losgehen.
Lust auf Stricken? - Ja!!!
Mittwoch, 15. Oktober 2014
Mollig warmer Oktoberpullover
Zum Einkaufen trage ich den Pullover auch einmal so, nämlich mit Rock:
Hier ein Blick auf das Muster, es ist ein Lochmuster mit Blättern:
Wie ein Blatt gestrickt wird?
Ganz einfach, hier ist die Beschreibung mit Strickschrift.
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Was andere Bloggerinnen an Hübschem zu zeigen haben, gibt es bei MMM Me Made Mittwoch und bei RUMS zu sehen.
Nachtrag vom 16.10.2014
Das Rätsel ist gelöst!!!!
Hilte hat den Volltreffer gelandet!Der Pullover ist älter als meine Kinder. Es stammt aus der Strickwelle der ersten Hälfte der 80er.
Ich habe Ihn nach einer Vorlage der Verena gestrickt, die damals übrigens noch zum Burda-Verlag gehörte.
Ich wollte mich über die Jahrzehnte nicht von ihm trennen, weil ich das Muster so schön fand. Und ich fand, dass wir beide, der Pullover und ich, einen schönen Abschluss verdient haben, deshalb schrieb ich diesen Beitrag. Wenn auch sein Platz im Oberschrank jetzt geräumt wird, so bleiben noch die Fotos.
Gleichzeitig verabschiede ich mich auch von diesem Prachtstück mit diagonalem Muster in tollem petrol, das seinen 30. Geburtstag ebenfalls schon hinter sich hat. Die Strickvorlage stammte aus Canstanze Strickmode Herbst/Winter 1982/83.
Wenn ich mir die Fotos so betrachte, dann finde ich die Farbe und das Muster immer noch toll. Die Trennung fällt mir wirklisch schwer, schließlich hängt an jedem selbst erstellten Teil immer auch ein bisschen Herzblut.
Mittwoch, 30. Juli 2014
Ahoy Sailor!
You see me in two different skirts, a long one and a very long one. I'm interested in your opinion which one is better for the look. Please vote.
And here you find all the other sailors.
Über antizyklisches, experimentelles Stricken
Aus vorangegangenen Strickepidemien, die alle paar Jahrzehnte über die weibliche Bevölkerung hereinbrechen, sind bei mir Garnpakete und Wollreste übrig geblieben, die ich nun so nach und nach abbauen will. Wenn nicht jetzt, wann dann?So kam es, dass ich jetzt im Sommer aus meinem Garnbestand einen warmen Pulli für Herbst und Winter gestrickt habe - antizyklisch gewissenmaßen.
- Einen Matrosenkragen habe ich bisher noch nicht gestrickt. Mir war nicht ganz klar, wie ich den Kragen über die Schulter bringe, ohne dass die Ecken am Ende zipfeln. Zwar habe ich im Internet einige Hinweise gefunden, aber keine konkrete Beschreibung. Eine ältere Rebecca, in der solch ein Matrosenkragen wohl beschrieben ist, wollte ich mir nicht bestellen, also war klar, dass ich experimentieren musste.
- Auch am Muster habe ich herumprobiert:
Geplant (und im Vorderteil verstrickt) war zunächst dieses Muster:
Rippenmuster bis zum Armausschnitt, in der Passe dann das Kreuzmuster. Es zeigte sich aber, dass mir das Muster für die doch recht kräftige Wolle zu voluminös war. Also habe ich alles wieder aufgezogen und mich dann für glatt rechts entschieden. - Experimentiert habe ich auch mit der weißen Verzierung. Dazu gab es einige Versuche, die ich aber wieder verworfen habe.
Beim Ausschnitt des Vorderteils habe ich nur noch den Teil glatt rechts gestrickt, der bei einem V-Ausschnitt übrig bleiben würde. Was bei einem V-Ausschnitt entfällt, habe ich kraus rechts gestrickt, das ist der Teil, der später umgeklappt wird.
Man erkennt es vielleicht nicht deutlich, aber der Pullover ist auf Figur gestrickt, d. h. zur Taille hin abgenommen und dann allmählich auf OW zugenommen.
Anschließend musste noch zusammengenäht und verziert werden.
Zur Verzierung habe ich den 4-fach Faden einfach durchgezogen und für die Schleife eine Kordel gedreht.
Was ich gemacht und was ich nicht gemacht habe:
- Eine Maschenprobe:
Auf eine Maschenprobe verzichte ich nur, wenn ich das gleiche Garn ein weiteres Mal verstricke. Verwende ich ein Garn zum ersten Mal - oder nach langer Zeit wieder - mache ich auf jeden Fall eine Maschenprobe. - Ich habe keinen Schnitt in Originalgröße angefertigt, sondern nur einen kleinen Schemaschnitt mit meinen genauen Maßen aufgezeichnet. Schnitte in Originalgrößen mache ich bei sehr ausgefallenen Formen.
- Ich habe die Teile vor dem Zusammennähen nicht gespannt. Das mache ich nur bei Mustern, die stark zusammenschnurren.
- Ich habe die Teile bzw. den fertigen Pullover nicht gedämpft. Das schöne glatte Maschenbild kommt nach der ersten Wäsche ganz von selbst.
- Ich habe eine Musterprobe gestrickt.
(Hat aber nichts gebracht, weil ich mich trotzdem umentschieden und aufgezogen habe.)
Ob andere erfahrene Strickerinnen jetzt den Kopf schütteln???
Lessons learned
Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!Meine Erkenntnis aus diesem Strickprojekt war: bei Pullis, die auf Form gestrickt werden, genügt es, die Maschenzahl bis zum oder kurz unter den Brustpunkt zu erhöhen. Bis dahin soll die erforderliche Maschenzahl erreicht sein. Für die Passform ist es kein Zugewinn, wenn man die Maschenzahl noch bis kurz unter den Armausschnitt erhöht.
