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Sonntag, 23. August 2020

Reif ...

 Überschnittene Schultern, angeschnittene Ärmel - in jüngeren Jahren habe ich sie als "Altweiberärmel" bespöttelt. Oft wurden sie von älteren Damen getragen, die ihre Arme nicht ganz "nackig" zeigen wollten.
In den 50ern gehörten angeschnittene Ärmel zu normaler Sommerkleidung, wurden von  Frauen jeden Alters getragen. War das Armloch hoch ausgeschnitten oder waren es gar Kleider mit schmalen Trägern, gehörte auf jeden Fall ein Bolero dazu, damit man "angezogen" war.
Heutzutage findet man überschnittene Schultern bei modernen Schnitten, oft sogar bei gekaufter Kleidung. Warum? Vielleicht weil sie so einfach zuzuschneiden und zu nähen sind und wenig Passformprobleme bereiten und damit geringe Produktionskosten? 

Nun trage ich überschnittene Schultern, bin also reif für den von mir einst so belächelten "Altweiberärmel".

Passend zu meinem Plisseerock mit Farbverlauf gibt es eine abgestimmte Seidenbluse. Damit habe ich ein sommertaugliches Outfit. 



Es ist bereits nach 19 Uhr, also schnell nach draußen um die Gelegenheit für Fotos zu nutzen.

Den Rock hatte ich bereits zu Ostern hier vorgestellt.




Sonntag, 16. August 2020

Abstecher in den Konsumtempel

Ein Ausflug in meine Heimatstadt führte mich in einen Konsumtempel, der seit Jahrzehnten das erste Bekleidungshaus am Platze ist.


Was wollte ich da eigentlich? Meine Kleiderschränke sind gut gefüllt, ich brauche nichts. 

Einigermaßen lustlos schlenderte ich doch durch die Damenabteilungen, ließ den Blick schweifen.

Meine Augen blieben an einem Rock hängen, der in mein Beuteschema passte. Den wollte ich mir genauer ansehen. 

Glockenform und ein besonderer Stoff!

Schwarz trage ich nur zu Röcken, denn dazu kann ich (nahezu) jedes farbige Oberteil kombinieren.


Ich schaute mir das Material und die Verarbeitung genauer an. Toller Stoff, undurchsichtiges Futter. Gummibund, kein RV und Zuschnitt im geraden Fadenlauf - ungewöhnlich, denn in der Regel werden RV-lose Glockenröcke diagonal zum Fadenlauf zugeschnitten.

 
Ich schlenderte weiter ... Aber der Rock ging mir nicht aus dem Kopf. 

Also zurück und nach der Größe geschaut. - Oh, die könnte passen!
Aber nein, die Schränke sind voll! Und außerdem habe ich noch Stoffberge. Ob ich es jemals schaffe diese abzubauen?

Wieder ging ich davon, schaute mir Taschen an ... und kam zurück. Na ja, anprobieren kann ich den Rock ja mal, anprobieren heißt noch nicht kaufen. 

Dann habe ich den Rock anprobiert ... Am Kleiderständer hing ein Schild "50% Rabatt". Was ein echter Schwabe ist, lässt sich von diesem "Argument" meist überzeugen.
Also, um die Geschichte jetzt abzukürzen, der Rock kam mit - und die Tasche auch! Jawoll!

Die weiße Bluse mit den Flügelärmeln hatte ich mir letztes Jahr gekauft.



Noch ein bisschen mehr mit den Armen wedeln und ich hebe ab!
Auf jeden Fall ist die Bluse luftig und bietet volle Bewegungsfreiheit.

Hier mit neuer Seidenbluse und dem neuen Täschchen.



Die Schuhe sind ein Traum für meine geschundenen Füße.


Der Armausschnitt ist lang gezogen bis fast zum Abnäher. Ungewollte Einblicke verhindert ein eingesetztes Dreieck.

Da alles gekauft ist, soll ich die Marken nennen?
Also: Achtung Werbung - unbeauftragt und unbezahlt - durch Markennennung
Rock: Laurèl 2020
Bluse mit Flügeln: Shein 2019
Seidenbluse: Uta Raasch / Peter Hahn 2020
Tasche: Ted Baker 2020 (leider nur Plastik, kein echtes Leder - ob ich sie oft tragen werde?)
Schuhe: Ara ca. 2017 (Weite K!)

Noch interessiert an einer Anekdote aus meinem Leben?

Also - als ich Schülerin, dann Lehrling, später Studentin war, ging ich oft in dieses Edelkaufhaus. Besonders interessierte mich Kleidung aus dem gehobenen Preissegment, die ich mir jedoch meist nicht leisten konnte oder wollte. Während der Schlussverkäufe aber wurden einige Teile für mich erschwinglich. Damals fanden die Schlussverkäufe zu allgemein bekannten, festen Terminen statt. WSV - letzte Januar-Woche bis erste Februar-Woche, SSV letzte Juli- bis erste August-Woche. Die Schaufenster wurden vor dem SV verhängt, die Ware blieb dem Auge verborgen. Erst samstags nach 14 Uhr, also nachdem die Geschäfte geschlossen waren, wurden die Schaufenster freigegeben. Üblich war es, dass man an diesen Wochenenden, vorzugsweise sonntags, einen Schaufensterbummel machte und staunen durfte, zu welch günstigen Preisen die Waren angeboten wurden.
Zum WSV hatte ich einen sehr schönen schwarzen Mantel entdeckt, in hochwertiger Wollqualität. Als 15- / 16-Jährige fühlte ich mich in schwarz sehr attraktiv und erwachsen. Neben jedem Ausstellungsteil stand auf einem Schildchen die Größe, eine Nummer und in welcher Abteilung man das Kleidungsstück kaufen konnte. Pünktlich zur Geschäftsöffnung stand ich am folgenden Montag in einer Menschenansammlung am richtigen Eingang vor dem Geschäft. Ich nahm dabei in Kauf, dass ich zu spät zum Unterricht kommen würde. Das machte mir zwar ein schlechtes Gewissen, aber anders ging er nun einmal nicht, mittags wäre der Mantel bestimmt weg gewesen.
Die Türen wurden geöffnet, die Menschentraube stürmte hinein. Die Ausstellungsteile waren aus den Schaufenstern geholt worden und hingen auf Kleiderständern, die von Verkäuferinnen gehütet wurde. Ich kam relativ schnell an die Reihe, rief der Verkäuferin die Nummer meines Mantels zu, sie rief die Größe zurückt, ich rief "ja", bekam den Mantel und eilte - ohne Anprobe - zur Kasse. Dann rannte ich mit meiner Beute zur Straßenbahn, fuhr zur Schule, mogelte mich ins Gebäude und ins Klassenzimmer ... und freute mich den ganzen Tag (und darüber hinaus) über mein Schnäppchen.
Den Mantel habe ich mehrere Jahre gern getragen.

Und wo liegt nun meine Heimatstadt? Hier!

Wer erkennt sie?



Donnerstag, 6. August 2020

Auf der Suche nach der Zitrone

"Dabei kann ich wohl nicht mitmachen", dachte ich, als ich das Motto der ue30blogger las: "Lemons all over". Zitronen? Befindet sich in meinem Kleiderschrank irgend ein Teil mit Zitronenmotiv? Ich wüsste nicht. Gelb ist nicht so meine Farbe - ich bin eher der Typ für die bläulichen Untertöne.
Dann kam mir heute Morgen die Idee und ich suchte im Fotofundus. Und da war sie, die Zitrone! Auf d'blauer Seidenbluse.
Die Fotos habe ich vor einigen Jahren (2014) gemacht (mit Selbstauslöser - wie immer) . Und ja, die Bluse existiert noch (wie auch Rock und Ledergürtel), also darf ich sie wohl zeigen.

Gesucht und gefunden - die Zitrone!


Dank an die Organisatorinnen dieser Link Party, der ich mich nun anschließe.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Dem Trend voraus

Gestern war die neue Burda 06/2020 im Briefkasten.


Und was springt mir beim Durchblättern ins Auge? Der neue Trend: Rüschenbluse!


Neuer Trend? Dem war ich im letzten Jahr schon voraus! Als sich die Temperaturen so zwischen 35 und 40 Grad einpendelten, habe ich mir ein leichtes Sommerblüschen aus Baumwolle gekauft. 



Nach Burda-Vorschlag habe ich das Blüschen heute mit Business-Rock kombiniert.


 
Tatsächlich werde ich es bei Hitze mit leichten Sommerröcken tragen. Nähen muss ich mir das Blüschen jedenfalls nicht mehr.




Burda schreibt vom "Revival der Rüschenbluse". Ja, unter der Voraussetzung, dass sich die Figur im Laufe des Lebens kaum ändert und der Lagerplatz nahezu unbegrenzt ist, könnte ich Teile, die ich mir im Laufe meines Lebens zugelegt habe, immer wieder aus dem Fundus hervorzaubern und wäre wieder einmal im Trend. Rüschenblusen trug ich schon in den 80ern und 90ern.


Sonntag, 18. Mai 2014

Obst

... und noch eine Hose

Weil meine neue Hose von C&A so gut passt (hier vorgestellt), konnte ich nicht widerstehen und habe mir noch eine zugelegt. Diesmal hat sie einen kleinen Umschlag und muss m. E. nicht gekürzt werden. Oder?
Bei der Farbe war ich mir nicht sicher, ob sie marineblau oder schwarz ist. Aber nach den Fotos zu urteilen muss die Farbe der Hose wohl marine sein.  Jedenfalls habe ich auch alle anderen Teile auf marine abgestimmt.
Dazu gab es Obst, das auf einer Seidenbluse serviert wird. Und um diese wiederum in Form zu bringen, habe ich einen Ledergürtel verwendet, der geknotet werden muss.

Fruit ... and new trousers

I don't wear trousers very often, so I was pleased to find these that fit quiet well.
I can put my hands in the pockets which makes me feel like a lout. The trousers I combined with a silk shirt which looks like a fruit basket, and a belt which has to be knotted. 
Do I have to mention that belt and shirt are vintage?


My hairstyle was inspired by Julia Timoshenko, but my braids aren't as thick as hers.



Zu meiner Frisur hat mich Julia Timoschenko inspiriert - bei mir sind es allerdings nur dünne Zöpfchen.

Die Bluse hat seitlich Schlitzchen, sodass ich beide Hände in die Hosentaschen stecken kann.


Hier zeige ich Bluse und Gürtel noch einmal im Detail.
Muss ich erwähnen, dass Bluse und Gürtel Vintage sind?

Ich finde übrigens, dass ich die Bluse auch gut zu diesem Bahnenrock tragen kann.