Labels

Sonntag, 14. Dezember 2014

Das Weihnachtskleid ist fertig!

Ich bin ungeduldig ...

... und ich möchte nicht bis zum großen Finale warten, sondern es jetzt schon zeigen - jedenfalls ein bisschen.

Ich bin stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe und ich freue mich, dass das Kleid passt. (Die Arme kann ich anheben und den RV selbst schließen ;-))

Und jetzt schau ich gleich, welche Nähfortschritte bei den anderen Teilnehmerinnen des WKSA 2014 zu bewundern sind.

Beim Styling mit Pelzschal habe ich mich an einer der beiden Burda-Vorlagen orientiert.



Beim letzten MMM habe ich schon Mutter und Tochter in ihren Weihnachtskleidern gezeigt.


Derzeit macht es mir Spaß, in meinem Kleiderschrank nach Accessoires für mein Kleid zu suchen und es unterschiedlich zu kombinieren. Ursprünglich wollte ich noch einen Gürtel nähen. Das ist aber nicht notwendig, ich habe einige geeignete Gürtel in meinem Bestand gefunden.

Mehr Fotos gibt es zum Finale am 22.12.2014.

 

Umgebautes UFO

Ich habe mir auferlegt, mit dem Abbau meines Stofflagers zu beginnen. Aus diesem schönen Wollstoff hatte ich vor fast 2 Jahrzehnten (!) ein Kleid (in Gr. 40) zugeschnitten. Aus diesem Kleiderzuschnitt wurde das Oberteil (plus Besatz), für den Rock und die Ärmel hatte ich 1,6 m zur Verfügung. Futter und Garn hatte ich ebenfalls, kaufen musste ich nur den RV. Damit hat mich das Kleid ca. 7 € gekostet.
So habe ich das UFO noch irgendwie verwertet und zugleich den Stoffbestand etwas abgebaut.
Ich bin ein stolzes Sparbrötchen!

Schnittbewertung

Schnittmuster: Burda 01/2001 Nr 122 bzw. 123
(gleiches Oberteil, unterschiedliche Rockteile)


Sieht das Kleidungsstück wie auf dem Foto bzw. wie auf der technischen Zeichnung aus?
Ja.
Ich habe es ein wenig geändert. Um Stoff zu sparen habe ich das Rockteil als 4-Bahnenrock zugeschnitten statt zwei Rockteile in der Diagonale.

War die Anleitung leicht zu verstehen?
Nun ja, es ist eine typische Burda-Anleitung, mal mehr mal weniger verständlich.
Für mich war die Nähreihenfolge ungewohnt. Nach den Abnähern wurden die Rockteile an die Oberteile gefügt, dann der RV eingenäht und dann die Seitennähte geschlossen.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass man bei leichten Änderungen der Figur (und bei entsprechender Nahtzugabe) das Kleid in den Seitennähten leicht etwas enger oder weiter machen kann.
Der Nachteil ist, dass für alle folgenden Nähschritte am Oberteil, also Ärmel und Besatz, immer schon das gesamte Kleid samt voluminösem Rock auf dem Nähtisch hin und her gewälzt werden muss. Das Nähen wird dadurch umständlich.

Gesamtbewertung:
Ein schönes Kleid, über das ich mich wirklich freue.

Verwendeter Stoff: 
Reine Schurwolle sowie Futterstoff Nevaviscon

Änderungen am Schnittmuster?
Jede Menge! Ich habe den Schnitt gemäß Maßtabelle zunächst vergrößert. Danach habe ich ihn bei den Anproben Schritt für Schritt wieder verkleinert. Hätte ich von Anfang an eine kleinere Größe verwendet und nur punktuell angepasst, hätte ich mir viel Arbeit sparen können.
Die Regel, sich bei der Größenwahl der Kleider an der Oberweite zu orientieren, passt eben nicht immer.

Würdest du nach diesem Schnittmuster nochmals nähen?
Ja.
Auf jeden Fall werde ich diesen Schnitt aufbewahren. 
Aber in der Burda (01/2015) gibt es bereits ein neues Kleid (Nr. 126), das mir gut gefällt ... Und ich habe noch Stoff auf Lager ...

Dank für die Kommentare

Für die Kommentare zu meinen vorangegangenen Beiträgen bedanke ich mich bei Euch. Die ein oder andere Anregung werde ich beim nächsten Kleid aufgreifen.

Zunächst aber werde ich meinen temporären Nähplatz abbauen und für Weihnachten Ordnung schaffen.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Mutter und Tochter

Meine Tochter, die in wenigen Tagen 14 Jahre alt wird, wünschte, dass ich sie in ihrem neuen Geburtstags- und Weihnachtsoutfit poste. Diesen Wunsch erfülle ich gern.
Und so haben wir uns heute Nachmittag unsere neuen Weihnachtskleider übergezogen, die Accessoires aufeinander abgestimmt und uns per Selbstauslöser fotografiert.







Mutter und Tochter im Partner-Look: aufeinander abgestimmt sind unsere hellen Kleider und dazu dunkle Accessoires.

Dann wurde uns draußen zu kalt und wir machten drinnen weiter ...


Für mich war es die Gelegenheit, erste Tragefotos meines selbst genähten Weihnachtskleids zu zeigen, gemeinsam genäht mit anderen Bloggerinnen beim WKSA 2014, das ich heute noch bei MMM vorstelle.
Und jetzt geht's noch schnell zu Share in Style.

Soloauftritt meiner Tochter in ihrem selbst ausgesuchten Outfit.

Ihr Outfit - Kleid, Jäckchen und Tasche -  stammt von Orsay, die Ballerinas von Roland.
Mein Outfit: selbst genähtes Kleid aus reiner Schurwolle nach Burda-Schnitt (01/2001, 123), Jäckchen von Peter Hahn, Schuhe von Hassia, Tasche aus den frühen 70ern.

Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA 2014 Fortschritte und Erkenntnisse

Der Stand meines Projekts

Uah, es passt nicht, das muss ich ändern
Nun ja, über den Aufwand, einen Schnitt erst zu vergrößern, um dann die zugeschnittenen Teile Schrittchen für Schrittchen zu verkleinern, habe ich mich bereits ausgelassen. Nach mehreren Steck- und Heftanproben haben die Teile dann doch gepasst.

Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle
Besonders spannend war das Einnähen der Ärmel. Nachdem ich so viel an der Passform geändert habe, musste ich natürlich am Zuschnitt des Ärmels auch korrigieren.
Nach dem Einheften des Ärmels sah der zuerst wie ein leicht geraffter Puffärmel aus, trotz der mittels Hilfsnähten eingehaltenen Armkugel. Mit drei Hilfsnähten zum Einhalten und viel, viel Dampf habe ich den Ärmel dann so hinbekommen, dass die Kugel glatt sitzt.
Ich habe jetzt doch den Originalärmel dieses Modells verwendet. Ursprünglich hatte ich die Idee, einen langen Ärmels eines anderen Burdamodells zu verwenden. Nach dem Kopieren war aber schon offensichtlich, dass der lange Ärmel auf Anhieb nicht ins Armloch passt. Nach all den Passproblemen, die ich hatte, will ich mir ein weiteres Experiment ersparen, deshalb gibt es jetzt eben den kurzen Ärmel.

Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?
Egal, den Ärmel ändere ich nicht mehr! Genug getüftelt und gebastelt.

Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation! 

Nach Einnähen des Ärmels hatte ich erstmals überhaupt keine Lust mehr, das Kleid nochmals anzuprobieren. Deshalb habe ich begonnen, das Futter zuzuschneiden. Spätestens wenn ich das Futter zum Einsetzen ins Kleid anprobiere, werde ich zwangsläufig auch das Kleid wieder anprobieren. Vorerst hängt es auf dem Bügel und hat Pause.
Einen Hänger habe ich nicht, aber anstelle von Motivation tritt konsequentes Dranbleiben und Hartnäckigkeit.

Das Ergebnis sieht nun so aus:

Um dem Finale nicht vorzugreifen, gibt es heute Fotos vom Kleid auf dem Bügel - denn: der Rohbau ist fertig!

Mit dem Innenausbau habe ich angefangen, soll heißen, ich habe mit dem Futter begonnen.

Was noch fehlt: Futter fertigstellen und einsetzen, Saum nähen (das mach' ich von Hand) und natürlich bügeln/dämpfen.

Als Kür gibt es dann vielleicht noch ein bisschen Tüdeldü - mal sehen.



Mein Kleid kommt der Vorlage aus Burda 01/2001 Nr. 123 jedenfalls ziemlich nahe.


Erkenntnisse

Ich schrieb bereits, dass ich den Schnitt auf Gr 48 vergrößert hatte und bei den Anproben / beim Nähen dann in vielen kleinen Schritten verkleinert habe. Am Ende kam ich zu den Ergebnis, dass ich besser in Gr 44 mit großzügiger Nahtzugabe zugeschnitten hätte. Meine These kann ich jetzt am Beispiel der Schnittteile des Vorderteils belegen:






































Zur Schulter hin hat das größere Teil für mich viel zu viel an Längenzugabe, die Zugabe in der Mitte ist für mich unnötig, sie sorgt sogar dafür, dass der Brustpunkt etwas zu weit außen liegt. Die Zugabe an der Seitennaht werde ich beibehalten.

Ganz schwierig war das Einsetzen der Ärmel. Nachdem ich so viel Höhe und Weite weggenommen habe, konnten die Passzeichen nicht mehr stimmen. Ich musste viel heften und anprobieren.

Das Futter habe ich jetzt in Gr. 44 (plus 1 cm zusätzliche Seitennahtzugabe) zugeschnitten. Das passt ganz gut. Insbesondere an der Höhe des Oberteils muss ich dann nichts ändern.
Allmählich wird auch deutlich, was ich an dem Schnitt ändern muss, falls ich ihn nochmals verwenden will:
  • Die Schulterlinie muss ich absenken, weil ich abfallende Schultern habe. (Diese Änderung gilt für jedes Modell, ich habe sie auch in früheren Jahren immer schon vorgenommen.)
  • Unten am Armausschnitt muss ich seitlich etwas wegnehmen und zur Taille hin auslaufen lassen. (Mein Rücken ist offenbar etwas schmaler als bei Gr. 44 vorgesehen.)
  • Der Halsausschnitt muss etwas vertieft werden.
Zum guten Schluss wünsche ich allen Damen vom WKSA 2014 einen schönen Adventssonntag und weiterhin gutes Gelingen.Und natürlich bin ich gespannt auf die Fortschritte.