Dienstag, 30. Dezember 2014

Aus edlem Stoff - ein Refashioning-Projekt plus Muff


Am Rande des WKSA-Finales schon gezeigt habe ich diesen neuen Rock, das Ergebnis meines Refashioning-Projekts. Dieses Outfit werde ich an Silvester tragen.
Was andere Bloggerinen an Silvester tragen, gibt es bei den German Curves bei Bine Button zu sehen.


Der Stoff, ein marine / schwarz gestreifter Taft mit floralem Muster aus Samt, hat mir so gut gefallen, dass ich ihn Ende der 80er / Anfang der 90er als Rock kaufte. Der Rock sah ursprünglich so aus:



Getragen habe ich ihn so leider nie, aber aussortieren wollte ich ihn auch nicht. Es war also an der Zeit, ihn umzuarbeiten. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der Rock passt gut und ergänzt meine Sammlung an Kleidungsstücken, in denen ich mich sehr wohl fühle. Aus dem in Falten gelegten, 82  cm langen Rock in Gr. 38 habe ich diesen 4-Bahnen Rock mit 70 cm Länge genäht. Von Aufhänger über Futter bis Zipper habe ich alles wiederverwendet.
Da lacht mein Schwabenherz!

Schnitt: BurdaStyle 02/2002 Nr. 127

Ergänzt wird der Rock durch einen neuen Kaschmirpulli, die Taille betone ich mit einem Satinband plus Schleife aus einem Stoffrest des Rocks.






Ein bisschen Stolz bin ich auf diese schöne Mufftasche aus den 50ern. Ist sie nicht ein Prachtstück?
Ich bin überzeugt, wenn es diese Mufftaschen heute noch zu kaufen gäbe, der Absatz wäre gesichert.


Die Anleitung zum Nacharbeiten findet sich hier im nachfolgenden Beirag.


Und nun Bühne frei für den Glamour Look der German Curves:

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014 - Teil 2


Tops und Flops des Jahres

Eine Auswahl meiner "Top"-Outfits, also meiner Lieblingsteile des Jahres, habe ich im Teil 1 bereits vorgestellt.
Daneben gab es aber auch Flops - z. B. diese:

Zu Weihnachten 2013 hatte ich mir meine Deutschlandkette gegönnt. Und nun meinte ich, "unbedingt" ein dazu passendes Outfit zu "brauchen". Es wurde diese Kombination aus T-Shirt und Rock in anthrazit und gold. Ich habe diese Kombination nicht ein einziges Mal getragen, fand sie zu brav und langweilig. Die Anschaffung war also völlig unnötig.
Für meine Kette habe ich in meinem Bestand Teile entdeckt, die ich dazu sehr gern kombiniere, z. B. den Seidenrock, den ich unten zeige oder das bordeauxrote Spitzenkleid.

Leider habe ich auch dieses Long-Shirt in diesem Jahr nicht getragen. Ausgesucht hatte ich es mir wegen des schönen Druckmotivs - eine wahre Farbenexplosion. Da ich Hosen eigentlich nur zu Wanderungen bzw. Spaziergängen ins Gelände trage, war mir bewußt, dass es für mich schwierig sein würde, für dieses Shirt den passenden Kombipartner zu finden. Eine weiße, schmale Hose wäre für mich keine Option. Bis heute hatte ich noch nicht die richtige Eingebung, was ich sonst zu diesem Oberteil kombinieren könnte.




Ebenfalls ein "Flop" war diese blaue Tasche. Außer auf Fotos habe ich sie im realen Leben nicht verwendet. Warum? Eigentlich ist die Tasche hübsch, sie hat eine schöne Farbe in einem angenehmen Format. Warum habe ich sie nicht verwendet? Vielleicht, weil ich bereits mehrere Taschen (nämlich in hellblau und limone) in sehr ähnlicher Form habe?

Als "Knüller" stellte sich dagegen diese Tasche heraus: ich finde sie originell in der Machart und im Format. Sie war mein Begleiter im Sommer. Ich habe sie zu vielen Sommerkleidern getragen - freu.

Top und Flop in einem Outfit:


Einer meiner Lieblingsröcke ist dieser diagonal zugeschnittene Seidenrock in Glockenform , den ich in Kombination mit diesem Twinset oft und gern getragen habe. Als Flop stellte sich jedoch das Twinset heraus: Das Material ist 100% Synthetik. Angepriesen als "cashmere like" haben sich die Fasern an der Oberfläche schon nach wenigen Wäschen verklumpt. Es ist im Griff nicht mehr weich und vermittelt kein angenehmes Tragegefühl. Ich bin bereits auf der Suche nach einem qualitativ höherwertigen Ersatz, ebenfalls in diesem schönen Rot.
Meine Erkenntnis: auch wenn die Farben noch so schön sind, in Zukunft verzichte ich auf Strickwaren aus 100% Synthetik.

Ich mache mit bei ...

Deutsche Plus Size Blogs
Nach und nach entdeckte ich in diesem Jahr "Mitmach-Möglichkeiten".
Ganz herzlich danken möchte ich Joanna von "The Plus Size Blog", die mit "Deutsche Plus Size Blogs" uns Frauen mit (etwas) mehr Figur ein Forum zur Verfügung stellt. Hier zeigen Bloggerinnen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich jenseits der Gr 42 zu kleiden. Man findet hier ganz individuelle Styles ebenso wie Main Stream ... und sehr schöne Frauen, die sich wirklich nicht verstecken und sich von niemandem Komplexe einreden lassen sollten.

Share in Style
Regelmäßig alle 14 Tage montags veranstalten die liebe Rosy von "sewingadicta", eine begnadete Schneiderin, und die fantasievolle Sacramento von "MIS PAPELICOS" eine internationale Bloggerparty zu einem vorgegebenen Modethema.

MMM
Beim "Me Made Mittwoch" treffen sich wöchentlich Bloggerinnen, um sich in ihren selbst genähten Modellen zu präsentieren. Beim Me Made Mittwoch dreht sich alles um selbstgemachte Kleidung, die von den Näherinnen vorgestellt wird. "Echte" Mode an realen Menschen getragen, eine Quelle der Inspiration und des Erfahrungsaustauschs.

Sew along
Eine Unterrubrik des MMM sind die "Sew alongs". Hier nähen Bloggerinnen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens ein Kleidungsstück zu einem bestimmten Thema, z. B. Dirndl oder Weihnachtskleider (WKSA 2014). Die "Treffen" werden moderiert und über Kommentare hat man die Möglichkeit, sich über die Nähfortschritte auszutauschen, Tipps einzuholen oder zu geben, zu motivieren oder sich motivieren zu lassen. Ein "sew along" endet immer mit einem großen FINALE!

RUMS
Und gelegentlich lasse ich es donnerstags auch noch RUMSen!

Von "kaufen" zu "machen"

Mein Kleiderschrank ist eigentlich gut gefüllt, proppenvoll sozusagen. Darüber hinaus besitze ich ein "Warenlager" an Stoffen, die ich mir zu einer Zeit zugelegt hatte, als ich keine Zeit zum Nähen hatte. Hinzu kommen Wollpakete aus der letzten großen Strickwelle in den 80ern und UFOs, die Unfollendeten. So nach und nach habe ich in diesem Jahr begonnen, Unfertiges zu beenden (und sei es durch Aufräufeln und neu stricken) und mir neue Teile zu nähen, z. B. diese

















Ganz ehrlich? Auf diese Strick- und Nähergebnisse bin ich richtig stolz.

 

 

 

 

 



 

 

Gefreut hat mich, in der Bloggerszene Frauen zu entdecken, denen die neuesten Trends egal sind.
Sie lassen sich inspirieren von den 30ern, 50ern oder 60ern, bestimmen selbst ihre ganz persönliche Rocklänge (das kann durchaus auch kurz sein) und lassen sich von der Bekleidungsindustrie weder in Walle-walle-Kleidung noch ins omnipotente Schwarz stecken. Sie schätzen schöne, zeitlose Accessoires (Vintage!) und sie opponieren gegen "die Verjeansung der Städte" und deren Überflutung durch die bunten Tatzen.

Beiträge, die mir viel bedeuteten

Meine Plaudereien über Mode sind manchmal auch Plaudereien über ganz persönliche Erinnerungen und Erlebnisse. Ich nenne hier drei meiner Beiträge, in denen ein wenig Herzblut und manchmal auch ein bisschen Wehmut steckt:

Persönlicher Blick auf die Fifties: Ein Modejahrzehnt im realen Leben einer Frau
Zwei Generationen im Partner-Look: Mutter und Tochter
Meine "Abrechnung" mit Frauenzeitschriften: Warum Christine und ich keine Freunde sind


Nicht ganz 60 Jahre liegen zwischen diesen beiden Fotos.
(Nebenbei: Blond und Braun wechseln sich bei den weiblichen Mitgliedern unserer Familie über die Generationen hinweg ab.)


Was ich im kommenden Jahr vorhabe?
Weiter bloggen, ein UFO beenden (ich stricke gerade am zweiten Ärmel), mir noch den ein- oder anderen Rock nähen und am WKSA 2015 mitmachen. Und natürlich schauen, was in der bunten Welt der Modeblogger sonst noch so los ist.



Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA 2014 Finale: Wollkleid in Pastell

Dear friends, I present my Xmas dresses. The short sleeved dress is me made also the black-blue skirt. I added a longer skirt to the burgundy dress which gives the dress a comfortable length.

Zum Finale stelle ich mein Kleid nun im Detail vor - zunächst ohne Accessoires:




















Auch von hinten ist das Kleid recht ansehnlich (ich stehe aber ein bisschen geknickt)
Dieser Schnitt ist einfach, er besteht im Wesentlichen aus 4 Teilen.
Ich freue mich, dass sich aus diesem schönen Wollstoff - zugeschnittene Teile eines UFOs und einem Reststück - dieses Kleid nähen ließ.





Heilig Abend  werde ich es mit dunkelblau kombinieren, ...



 ... im Partnerlook mit meiner Tochter


In heller Kombination mag ich es noch ein bisschen mehr



Dann habe ich noch eine Tasche mit farblich passendem Streifen entdeckt.
Also - Ideen zum Kombinieren gibt es genügend. Sicher werde ich das Kleid nicht nur zu Weihnachten tragen.

Für die nachfolgenden beiden Feiertage habe ich dann noch diesen neuen selbst genähten Weihnachtsrock, ein Refashioning-Projekt, das ich in einem eigenen Beitrag noch genauer vorstellen möchte, ...


... und dieses Kleid, das ich Anfang 2014 gekauft habe. Selbst genäht sind an diesem Kleid die Schärpe und der Unterrock aus Taft. Der Unterrock war für mich die Lösung, dem Kleid eine Länge zu geben, mit der ich mich wohl fühle.



Angefangen hatte ich noch einen Rock in bordeauxrotem Taft. Aber da war bei mir wohl die Luft schon raus. Es stellte sich heraus, dass der zuerst gewählte Schnitt zu weit für das recht steife Material war, also habe ich den Zuschnitt abgeändert. Dann habe ich den RV schlecht eingenäht. Das war das Zeichen, den Rock zur Seite zu legen und erst einmal eine Zeitlang zu pausieren. Wenn die Lust am Nähen wieder da ist, geht's weiter bzw. fange ich neu an.

Nun bleibt mir nur noch, mich bei den Initiatorinnen dieses Sew Along für die Organisation zu bedanken. Allen Teilnehmerinnen wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest. Viel Freude mit den selbst genähten Kleidern, die es hier bei WKSA2014 zu bewundern gibt.
And now have a look at all the Xmas dresses at Share in Style

Über die Entstehung meines Weihnachtskleids

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6

Samstag, 20. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014 - Teil 1

Einige typische Outfits des Jahres 2014

Gern hätte ich sie schön nebeneinander geordnet und beschriftet, die Auswahl jeweils typischer Fotos eines Monats. Es wollte mir aber nicht recht gelingen. Vielleicht komme ich noch hinter den Trick? Einstweilen stelle ich die Fotos nun als Daumenkino ein.

Januar

Februar

 März

 April


Mai


Juni


Juli


August


September


Oktober


November


Dezember


Ist mein Look nun eher gleichförmig oder doch vielfältig?


Persönliche Veränderungen in diesem Jahr


Es gab einige Veränderungen in diesem Jahr. Da war z. B. der ...

Abschied vom langen, schrägen Pony



Anfang des Jahres ist er noch zu erkennen, der Rest eines langen Schrägponys, den ich über vier Jahrzehnte getragen habe. 




Ich trug ihn im Bogen über die Augenbraue frisiert,  ...







oder dynamisch aus dem Gesicht ....

... oder dem Trend folgend mit Schwung nach oben ...

... mit herzlichen Grüßen an Marianne Rosenberg (das Foto stammt von 1978).

Und so sah ich im Urlaub aus, wenn ich meilenweit von Fön und Rundbürste entfernt war - naturbelassene Wellen.
.



Heute gibt es vom Schrägpony keine Spur mehr ...
Die Haarstruktur hat sich verändert, mein Haar ist glatter geworden. Ein Schrägpony hätte nicht mehr diese Sprungkraft von einst, also war es an der Zeit für Veränderungen.

Es ist schon erstaunlich, wie stark sich das Haar im Laufe des Lebens verändern kann.


Andere äußerliche Veränderungen ...

erkennt man im Vergleich (Februar / Dezember) vielleicht auch.

Das pralle Leben
Voll im Leben

Meinem Wohlbefinden hat diese Veränderung gut getan. Dennoch bedeutete sie Abschied von


... diesem bordeauxroten Mantel, den ich mir erst letztes Jahr gegönnt habe,



Auch mein Weihnachts-/Silvesterkleid 2013 hängt mittlerweile traurig an mir herab ...

ebenso dieser Lieblingsrock, zu dem im Herbst und Winter nahezu jeder meiner Pullis passt.

Schade eigentlich, oder? Auch nicht!