Mittwoch, 28. Januar 2015

UFO abgeschossen

oder muss es heißen "UFO abgeschlossen"? Egal, jedenfalls ist mit diesem Pullover mein letztes UFO vom Screen verschwunden.



Trotz Blitz sind an den Tragefotos die Details des Pullovers nicht gut zu erkennen, daher stelle ich hier eine Detailaufnahme ein. Die Farben sind recht gut wiedergegeben, ebenso das Muster.

Wie alle UFOs hat natürlich auch dieses seine eigene Geschichte.
Ich weiß nicht mehr, wieviele Anläufe es bis zur Fertigstellung brauchte, ich erinnere mich aber, dass es bereits in den späten 80ern mindestens zwei waren. Damals war Material- und Mustermix angesagt. Als ich dieses UFO wiederentdeckte, waren die Bündchen in schmalen Zöpfchen gestrickt, Das Mittelteil in diesem Tweedgarn in einem Muster aus rechten und linken Maschen und einer Passe in Mohair. Ende letzten Jahres habe ich die Passe abgeschnitten, denn an aufräufeln war nicht zu denken, alles weitere ließ sich jedoch recht gut ribbeln. Dann gab es wieder zwei Anläufe. Im ersten Versuch hatte ich ein größeres Muster aus rechts / links Maschen ausprobiert, dann erst habe ich mich für dieses kleine Muster entschieden, das wie ein Korbgeflecht wirkt. Ich finde, dass es gut zu dieser rustikalen Tweedwolle passt.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden - auch mit der Passform. Das Bündchen endet wie geplant genau in der Taille.
Kombiniert habe ich den Pullover mit meinem selbstgenähten Rock aus Anzugstoff. Damit kann ich diese Kombination guten Gewissens beim MMM vorstellen - alles ist selbstgemacht.

Was ich gemacht und was ich nicht gemacht habe:

  • Eine Maschenprobe:
    Verwende ich ein Garn zum ersten Mal - oder nach langer Zeit wieder - mache ich auf jeden Fall eine Maschenprobe.
  • Ich habe keinen Schnitt in Originalgröße angefertigt, sondern nur einen kleinen Schemaschnitt mit meinen genauen Maßen aufgezeichnet. Schnitte in Originalgrößen mache ich bei sehr ausgefallenen Formen.
  • Ich habe die Teile vor dem Zusammennähen nicht gespannt. Das mache ich nur bei Mustern, die stark zusammenschnurren. 
  • Ich habe die Teile bzw. den fertigen Pullover nicht gedämpft. Ein ebenmäßiges Maschenbild kommt nach der ersten Wäsche ganz von selbst.
  • Ich habe eine Musterprobe gestrickt, was mich aber leider doch nicht davor bewahrt hat, umzudisponieren und einen neuen Anlauf mit neuem Muster zu nehmen.
  • Rumpf und Ärmel sind auf Rundnadeln gestrickt bzw. die Ärmel habe ich mit einem Nadelspiel gegonnen. So habe ich die Seiten- und Ärmelnähte gespart.
Nadelstärke 3,5, Materialmenge insgesamt 400 g. Für die Bündchen habe ich reine Schurwolle verwendet, das Tweedgarn ist ein Mix aus Schurwolle, Polyacryl und Viscose.


Nun folgt die Kür, das Styling.

It looks British, doesn't it? 

Was steckt denn in diesem hübschen Schächtelchen?


Dieses große Tuch, Tartan mit Stockenten, aus feiner Schurwolle von Ascot, passt gut zu den Farben des Pullovers.

Die Ledertasche stammt vom Frühjahr 2014. Durch den Blitz wirkt sie etwas heller als in Natura.
Der Look erinnert etwas an britischen Landadel, oder? Ich übermittle hiermit meine Grüße an Rosamunde Pilcher.
Und komplett in blau-grün im Mary Poppins Mantel (hier vorgestellt) kann ich nun nach draußen.
Bei Schneeregen? Nee, keine Lust.




Was andere Bloggerinnen für sich Schönes hergestellt haben, ist hier bei MMM zu entdecken.

 


Freitag, 23. Januar 2015

Kleider gucken ... meine Favoriten

Man konnte live zuschauen bei den Schauen der Fashion Week in Berlin. Die ein oder andere Präsentation habe ich auch wirklich live mitverfolgt. Und das sind diesmal meine drei Favoriten:


Alle drei Designerinnen haben Schnitte, die mir gut gefallen. Ich mag eben lieber die Vielfalt ausgestellter Rockformen als Etuiformen (ob nun bei Kleidern oder Röcken), allein schon wegen der Bequemlichkeit. Auch das Angebot unterschiedlicher Rocklängen sagt mir zu. Bei allen Dreien gibt es auch im kommenden HW wieder Tüllröcke.

Irene Luft zeigt viel Transparenz. Ich stelle mir das mit geeignetem Unterdrunter vor bzw. mit einem farbigen Futter. Toll an ihrer etwas "(k)nackigen" Präsentation ist, dass dadurch das verwendete Material gut zur Geltung kommt.

Bei Minx by Eva Lutz gefällt mir u. a. die Kombination von Tüllrock zu (strengem) Blazer oder Tweedjacke mit Gürtel. Das würde mir als Alternative zum (immer noch) gängigen Business-Look gefallen. Jedenfalls ist es für mich eine gute Idee zum Nachstylen.

Ich habe schon einige Dokumentationen der Schauen durchgesehen, habe aber noch längst nicht bei allen Designern nachgesehen. Bin gespannt, ob noch weitere Favoriten dazu kommen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Kleider gucken ... bei Lena Hoschek, Anja Gockel, Laurèl ...

Seit Montag liege ich auf der Lauer, schaue immer mal wieder auf
denn hier kann man wieder ... Kleider gucken!!!

Seit gestern z. B.
Ihre Kleider gefallen mir immer wieder. Sie ist schon seit mehreren Jahren erfolgreich mit ihrem von den 50ern inspirierten Look der betonten Taille und der weitschwingenden Röcke. Offenbar ist die Sympathie für diesen Look weiterhin ungebrochen.
Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken ...
z. B. Michael Kors
(bisher nur mit SS2015, also weiter beobachten)

Viel Spaß beim Schauen.



Light Blue Winter Scarf

Winter Outfit with Scarf

I almost couldn't stop taking pictures with scarfs. The more pictures I shot the more fun I had.
But I promise this is the last post with scarfs at Share in Style for the next time. This time I combined a skarf with the light blue jumper and tweed skirt.











Details: the snow flakes with sequins


Dienstag, 20. Januar 2015

Still one more Scarf

This variety of scarfs at Share in Style insired me to take some more pictures. I almost couldn't stop it.
Sorry, sorry, sorry but I must show these pics.








I had so much fun that I "forgot" my feet.

This large skarf with its nice knitting pattern I bought at the end of 2013 at C&A's winter sale. The yarn is a mohair mix. It is one of my favorites. I wear it quite often in the evenings when sitting in front of the TV.

Believe it or not - I still made some more pics which I'll show tomorrow.

Share in Style: Miss Marple's Skarf

I discovered Miss Marple's skarf in the web last year and knitted it of a remnant. And as I saw at Share in Style I'm not allone with such a scarf ;-))








Here you see the details.










How to knit a leaf I have described in a former post at the end.

Samstag, 17. Januar 2015

"Burda Style 2/2015" - Zeitschriftenbesprechung

Vor einigen Tagen steckte sie in meinem Briefkasten - die Burda Style 2/2015 -, über die ich ein wenig plaudern möchte.

Auf das Abfotografieren einzelner Seiten habe ich verzichtet, denn die Burda Style website bietet einen Einblick in das Heft ,  einen Überblick über die Modelle und einen Blick auf die technischen Zeichnungen.

Nun gehöre ich bekanntermaßen nicht zu den eifrigen Näherinnen, habe erst im letzten Jahr nach langer Abstinenz wieder mit dem Nähen begonnen, blättere aber sehr gern in Nähzeitschriften um mich zu inspirieren. Inspiration finde ich bei Burda immer. Manchmal begeistern mich die Fotos, manchmal enttäuschen sie mich.
Ich stöbere gern in den Heften. Bin ich aber auf der Suche nach einem bestimmten Schnitt, gehe ich direkt auf die Seiten mit den technischen Zeichnungen. Manchmal sind die technischen Zeichnungen eine Offenbarung, weil ich erst an ihnen erkennen kann, ob mir das Modell tatsächlich zusagt.
Mein Fokus bei der Suche nach interessanten Schnitten liegt in der Regel auf Kleidern oder Röcken, Jacken und Mäntel sind nicht so mein Fall.

Beim ersten Durchblättern dieses Hefts blieb ich auf einigen Seiten hängen. Dies waren aber nicht die Seiten der Modelle zum Nähen. Warum? Ein Blick auf die technischen Seiten brachte Klarheit: nahezu alle Kleider, Röcke und Oberteile sind sehr weit und locker geschnitten, - blusig -, die Taille wird meist nicht betont, rutscht allenfalls nach unten. Auch einfache Shiftkleider sind dabei, gerade und ohne jeglichen formenden Abnäher. Selbst eine der Hosen ist eine simple, geraffte "Trainingsbux", jedoch in Edelstoff. Sogar das Kleid in Plus-Größe hat nur Brustabnäher, blusiges Oberteil und tiefe, geraffte Taille.
Um es kurz zu machen: die Schnitte lösen bei mir keine Begeisterungsstürme aus. Ein lockeres Kleid für Frühjahr / Sommer könnte ich mir zwar für mich durchaus vorstellen, jedoch würde ich die Weite in der Taille zusammenfassen. Aber vielleicht sind in ein bis zwei Jahren weite, lockere Kleider der absolute Renner?

Wo blieb mein Blick hängen? Auf den Seiten der "Trends der Saison". Sehenswert! Was sind aus Sicht von Burda die kommenden Trends? Hippie / Flower Power mit afrikanisch angehauchten Mustern, Edeljeans, Transparenz, Grafik, Netz, Mustermix, Schwarz mit Rot, Streifen, Blumen.
Für eine Mikro-Bag hält Burda eine Bastelanleitung bereit ... und meine weiße Tasche, die ich auch als Rucksack tragen kann, ist wohl ebenfalls ein Trendstück.
Welche ich meine? Diese hier! Sie kann auf dem Rücken getragen werden.

Ob ich das Heft weiterempfehlen würde? Nur sehr bedingt. Wer taillennahe Kleider mit ausgestellten oder glockigen Röcken sucht, wird nichts finden.
Aber je öfter ich durch den Modeteil blättere, je mehr kann ich mich mit Modell 107 anfreunden, natürlich in meiner Länge und mit nicht so tiefer Taille.


Freitag, 16. Januar 2015

Drama Queen

Share in Style: Drama Queen with Scarf

This outfit is conspicuous only because of the scarfs. One scarf I used for the shoulders the other one I made a "Muff" of.  Simple but spectacular, isn't it?

And now have a look at all the other ladies taking part at Share in Style.

Sehr auffällig ist dieses Outfit - daher der Titel "Drama Queen".




Mit wenig Aufwand viel Effekt - meinen Maximantel habe ich mit zwei Schals aus Fake Fur "aufgemotzt".
Anfang dieses Monats waren meine Tochter und ich auf Streifzug durch H&M, um ihre Geburtstagsgutscheine in Jeans und Shirts umzuwandeln. Dabei entdeckte ich zufällig diese Schals. Einen für die Schultern, der andere wird zum Muff umfunktioniert.
Wieder einmal gilt: nicht gesucht und doch gefunden!
Jetzt muss nur noch die Gelegenheit für diesen Auftritt kommen.


Sonntag, 11. Januar 2015

Pure Nostalgie

Bonnie and Clyde ...

mit Faye Dunaway war der Film, der mein modisches Empfinden damals, als ich 15 war, stark prägte. 1968, in der Hochphase des Minirocks, ermutigte er mich, Röcke und Kleider in Midilänge zu tragen. Die Midilänge endete damals eine Hand breit über dem Knöchel.
Ein wichtiges Accessoire, das den Look ergänzte, war die Baskenmütze, die man in die Stirn gezogen trug. Meine Baskenmützen in d'blau und schwarz brachte ich mir von einer Klassenfahrt aus dem Elsass mit.
Letztes Jahr entdeckte ich die Baskenmütze wieder - eine Neuanschaffung, nicht als Accessoire, das ich häufig trage, sondern als Erinnerungsstück an die Zeit, als ich mich vom Minirockdiktat abwendete.


Pure Nostalgie.

Vor einigen Wochen machte ich dann eine Entdeckung - eine Wiederentdeckung!!!
Diesen Hut, den ich schon längst als verloren abgeschrieben hatte:





Ende der 60er kamen breitkrempige Hüte auf, seinerzeit "Schlapphüte" genannt. Dies hier ist das Original, das ich damals mit 16 oder 17 getragen habe - bei Verabredungen, zum Bummel durch die Stadt ... überall, wo ich mich zeigen wollte ...
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber für einen Moment das Lebensgefühl von damals zurückholen.

Donnerstag, 8. Januar 2015

"Meine Nähmode plus 1/2015" - Zeitschriftenbesprechung

Gestern früh, genau am Erscheinungstag, holte ich sie an meinem Lieblingskiosk: Meine Nähmode plus 1/2015.


Und was soll ich sagen, für mich hat sich die Anschaffung gelohnt! Die Zeitschrift enthält z. B. ein einfaches Shiftkleid, nach dem ich schon seit einiger Zeit auf der Suche bin ...
Der Schnitt umfasst Gr. 38/40 bis 50/52. 

Ein weiteres Kleid mit Petticoat für meinen imaginären Kleiderschrank wäre dieses - Gr. 40 - 50 - , das es auch noch als Hemdblusenkleid gibt.
Schon wegen dieser beiden Kleider hat sich für mich die Anschaffung des Hefts gelohnt.
Aber es steckt natürlich noch mehr drin, z. B. ein tolles Regencape, das ich mir auch gut als Modell in Webware vorstellen kann. Dann gibt es z. B. noch eine Reihe von Tops und Shirts, Röcke, Hosen, ein Kimono ... eine hübsche Kombination aus Oberteil, Halbtellerrock und darauf abgestimmter Tasche ...
Insgesamt sind die meisten Modelle, die mir gefallen, in sehr schönen Stoffen umgesetzt, sodass schon das Anschauen inspirierend ist.
Die Zeitschrift enthält auch Teile, für die ich mich nicht begeistern kann, z. B. Haremshosen oder aus Rechtecken zugeschnittene Überwürfe.Da das Heft jedoch mehrere Teile zeigt, die ich mir spontan für mich vorstellen konnte, geht mein Daumen hoch.

Reinschauen lohnt sich - und für mich lohnte sich auch die Anschaffung.

Mittwoch, 7. Januar 2015

MMM: Meine Eigenproduktionen 2014

Die Auswahl meines eigenen schönsten Kleides 2014 ist ganz einfach - ich habe nur eines genäht, nämlich das Weihnachtskleid.





Ansonsten ergab 2014 einige Röcke und Strickwaren:

Gestricktes:


Bei den Stricksachen gibt es einen klaren Favoriten: Die rosa Kuscheljacke aus Mohair ist ein echtes Wohlfühl-Teil! Seit Herbst trage ich sie sehr oft, ziehe sie schnell mal über, wenn mir kühl ist. Das geht ohne Weiteres, weil ich den Schnitt so gewählt habe, dass auch Pullover darunter passen.


Genähtes:









Zum Genähten gehört auch der Stufenrock mit Nadelstreifen oben.

Mein Lieblingsrock jetzt im Winter ist der diagonal geschnittene Rock aus Anzugstoff. Der Rock ist alltagstauglich, lässt sich gut kombinieren und knittert nicht.



Ob ich 2015 auch so fleissig sein werde?
Schau'n wir mal.




Viel zu schauen gibt es auf jeden Fall im Jahresrückblick bei MMM, wo andere begeisterte Näherinnen ihre Erfolge vorstellen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Kuscheln im Rock

 Bis zum nächsten Mal ...

Im November 2013 hatte ich mir diesen Tüllrock mit Glitzersternen genäht und ihn damals beim Essen am 2. Weihnachtsfeiertag getragen. In der Adventszeit 2014 habe ich ihn wiederentdeckt und an den Adventssonntagen getragen, ebenso zwischen den Jahren, denn ... es ist ein echter Kuschelrock. Er ist wirklich sofageeignet - bequem und knitterarm. Und so habe ich ihn am liebsten getragen: lümmelnd auf dem Sofa, beim Lesen, Fernsehen, Musik hören, Kaffee trinken, Plätzchen essen!





Der Dreikönigstag ist vorbei, die Plätzchen sind aufgegessen. Wir sind bereits wieder in der ersten normalen Arbeitswoche des neuen Jahres. Morgen wird der Weihnachtsbaum abgebaut, der Rock verschwindet wieder in Schrank ...
Tschüss - bis zum nächsten Advent.
 

Nachtrag von 20.01.2015:

Nachdem ich gesehen habe, dass Lena Hoschek auf der Fashion Week Berlin für Herbst / Winter 2015/2016 einen Tüllrock zeigte, werde ich meinen Tüllrock gut hüten.

Und nun zeige ich ihn auch bei MMM, wo sicher wieder viele hübsche und inspirierende Teile zu bewundern sind.

Noch eine kurze "technische" Beschreibung:
Den Tüll habe ich in doppelter Bahnenbreite verwendet. Das "Futter" besteht aus einen Oberbekleidungsstoff (Webware mit Elasthananteil) in einfacher Bahnenbreite. Der Bund besteht ebenfalls aus dem Stoff, den ich für das Futter verwendet habe, in Hüftweite zugeschnitten, fertige Bundhöhe 3 cm mit 3 cm breitem Gummiband.
Futter und Tüll haben exakt gleiche Länge, der Tüllsaum ist knappkantig umgesteppt.