Donnerstag, 31. Juli 2014

Geschnappt!

Schon lange im Visier ...

hatte ich dieses Op-Art inspirierte Kleid von Doris Streich, das mir immer schon sehr gut gefallen hat. Nun war es bei Mode 58 im Sale und ich habe zugeschnappt. Schon am Samstag traf es ein und nun will ich es Euch - trotz Kofferpackens und Aufbruchstimmung und schon tief stehender Sonne - noch schnell vorstellen.







Das Kleid besteht aus schwerem Viskosejersey und hat einen angesetzten 6-Bahnenrock.
Ich fühle mich darin gut angezogen.

Für etwas formellere Anlässe oder kühle Abende kann ich das Kleid mit einem Bolero ergänzen:





Das Bolero ist ebenfalls von Doris Streich über Mode 58. Ich hatte es mir bereits mit dem Gauguin-Kleid zugelegt und freue mich, dass ich es nun zu zwei Kleidern tragen kann.

Sag niemals nie

Noch eine Neuanschaffung und gleichzeitig Neuerung sind meine Pumps - bequeme Lederschuhe von Deichmann. Es ist das erste Mal, dass ich bei Deichmann Schuhe für mich gefunden habe, die gut passen.

So, genug für heute, ich muss weiter Koffer packen!!!

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ahoy Sailor!

Since about 20 years it is the first time that I knitted a sweater for me. In the mean time I knitted only for my children. But although I have some experience in knitting the making of the sailor collar was new for me and I had to find out how to do it. 
You see me in two different skirts, a long one and a very long one. I'm interested in your opinion which one is better for the look. Please vote.

And here you find all the other sailors.

Über antizyklisches, experimentelles Stricken

Aus vorangegangenen Strickepidemien, die alle paar Jahrzehnte über die weibliche Bevölkerung hereinbrechen, sind bei mir Garnpakete und Wollreste übrig geblieben, die ich nun so nach und nach abbauen will. Wenn nicht jetzt, wann dann?
So kam es, dass ich jetzt im Sommer aus meinem Garnbestand einen warmen Pulli für Herbst und Winter gestrickt habe - antizyklisch gewissenmaßen.

- looking back over my shoulder -

Ich hatte 500 g "Nebraska" von Schewe (Wolle / Synthetik-Gemisch) für Nadelstärke 3,5 - 4,5 zur Verfügung. 
Was wollte ich stricken? Einen Matrosenpullover im Stil der 30er / 40er Jahre, also kurz, und mit dem typischen Matrosenkragen.
Etwas Sorge hatte ich, ob das Garn reichen würde. Lt. Herstellerangabe werden bei Gr. 40 ca. 600 g benötigt und ich hatte nur 500 g und Gr. 46. Zur Not wäre mir aber bestimmt irgend eine ringelige Lösung eingefallen. Tatsächlich sind noch 140 g übrig. Ich habe übrigens Nadelstärke 3,5 verwendet.



Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. (Allerdings habe ich mich sofort nach dem Shooting umgezogen ;-))

Ich mag den Look, der mich an die 30er /40er erinnert. Und ich finde, dass kurze Pullover auch bei etwas fülligeren Figuren recht gut aussehen.






Hier im langen 12-Bahnen Leinenrock. Welche Rocklänge ist nun besser? Die längere oder die kürzere?

Und das war der Grund für mein experimentelles Stricken:
  • Einen Matrosenkragen habe ich bisher noch nicht gestrickt. Mir war nicht ganz klar, wie ich den Kragen über die Schulter bringe, ohne dass die Ecken am Ende zipfeln. Zwar habe ich im Internet einige Hinweise gefunden, aber keine konkrete Beschreibung. Eine ältere Rebecca, in der solch ein Matrosenkragen wohl beschrieben ist, wollte ich mir nicht bestellen, also war klar, dass ich experimentieren musste.

  • Auch am Muster habe ich herumprobiert:
    Geplant (und im Vorderteil verstrickt) war zunächst dieses Muster:
    Rippenmuster bis zum Armausschnitt, in der Passe dann das Kreuzmuster. Es zeigte sich aber, dass mir das Muster für die doch recht kräftige Wolle zu voluminös war. Also habe ich alles wieder aufgezogen und mich dann für glatt rechts entschieden.
  • Experimentiert habe ich auch mit der weißen Verzierung. Dazu gab es einige Versuche, die ich aber wieder verworfen habe.




Auf meine Kragenlösung möchte ich genauer eingehen:

Wenn man den Ausschnittschlitz gerade hoch strickt, entsteht beim Umklappen zwischen Schulterabschluss und letzter Ausschnittreihe ein Dreieck (rechts zu erkennen), das ich mit verkürzten Reihen geschlossen habe (links zu sehen). Die Strecke der Maschen ist damit länger geworden. Die Anzahl der Maschen muss angeglichen werden, also habe ich nach jeder 2. Masche eine weitere Masche aus dem Querdraht gestrickt.



Nun wird das Rückenteil angenäht. Am Rückenteil hatte ich die Maschen am Halsabschluss stillgelegt, nicht abgekettet. 
Die Kragenmaschen einer Seite des Vorderteils kommen jetzt auf eine Nadel, dann die Maschen vom Halsabschluss des Rückenteils, dann die Maschen der anderen Seite des Vorderteils. Jetzt wird die Rückseite des Kragens gestrickt.

Hat jemand einen anderen Vorschlag für den Kragen?


Beim Ausschnitt des Vorderteils habe ich nur noch den Teil glatt rechts gestrickt, der bei einem V-Ausschnitt übrig bleiben würde. Was bei einem V-Ausschnitt entfällt, habe ich kraus rechts gestrickt, das ist der Teil, der später umgeklappt wird.

Man erkennt es vielleicht nicht deutlich, aber der Pullover ist auf Figur gestrickt, d. h. zur Taille hin abgenommen und dann allmählich auf OW zugenommen. 


Anschließend musste noch zusammengenäht und verziert werden.
Zur Verzierung habe ich den 4-fach Faden einfach durchgezogen und für die Schleife eine Kordel gedreht.


Fertig!

Was ich gemacht und was ich nicht gemacht habe:

  • Eine Maschenprobe:
    Auf eine Maschenprobe verzichte ich nur, wenn ich das gleiche Garn ein weiteres Mal verstricke. Verwende ich ein Garn zum ersten Mal - oder nach langer Zeit wieder - mache ich auf jeden Fall eine Maschenprobe.
  • Ich habe keinen Schnitt in Originalgröße angefertigt, sondern nur einen kleinen Schemaschnitt mit meinen genauen Maßen aufgezeichnet. Schnitte in Originalgrößen mache ich bei sehr ausgefallenen Formen.
  • Ich habe die Teile vor dem Zusammennähen nicht gespannt. Das mache ich nur bei Mustern, die stark zusammenschnurren. 
  • Ich habe die Teile bzw. den fertigen Pullover nicht gedämpft. Das schöne glatte Maschenbild kommt nach der ersten Wäsche ganz von selbst.
  • Ich habe eine Musterprobe gestrickt.
    (Hat aber nichts gebracht, weil ich mich trotzdem umentschieden und aufgezogen habe.)

    Ob andere erfahrene Strickerinnen jetzt den Kopf schütteln???

Lessons learned

Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!
Meine Erkenntnis aus diesem Strickprojekt war: bei Pullis, die auf Form gestrickt werden, genügt es, die Maschenzahl bis zum oder kurz unter den Brustpunkt zu erhöhen. Bis dahin soll die erforderliche Maschenzahl erreicht sein. Für die Passform ist es kein Zugewinn, wenn man die Maschenzahl noch bis kurz unter den Armausschnitt erhöht.


RUMS

Heute versuche ich, zum ersten Mal bei RUMS teilzunehmen. Hier stellen Bloggerinnen vor, was sie für sich selbst gemacht haben.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Poolparty - die Neuen sind da!!!

Meine Badeschönheiten haben Gesellschaft bekommen. Hier sind sie, die beiden Neuen:


ein Tankini und ein Einteiler, beide von Bonprix.

Eigentlich war ich auf der Suche nach Badeanzügen aus dem Sale, leider Fehlanzeige.
Doch, es gibt einige Teile im Ausverkauf, überwiegend jedoch schwarzgrundig oder mit uni schwarz kombiniert.
Ich bevorzuge jedoch Farbiges in kühlen Tönen, habe also zum regulären Preis eingekauft.

Der Tankini hat abnehmbare Träger. Am aberen Rand befindet sich ein rutschhemmendes Band, sodass der Tankini tatsächlich als Bandeau getragen werden kann. Das Oberteil ist für mich lang genug, bedeckt den Rand des Höschens, es gibt also kein Bauarbeiterdekollete zu sehen. Beide Teile passen prima.
Den recht schweren Glitzerkram werde ich nach dieser Badesaison möglicherweise entfernen.
























Der Einteiler hat ebenfalls abnehmbare Träger. Ob er sich trägerfrei tragen lässt, werde ich ausprobieren.






Die beiden Neuen und der Badeanzug vom letzten Jahr kommen mit in den Urlaub. Nächste Woche wird gepackt.



Gefallen hätten mir noch diese Badeanzüge.
von Wenz, mit reduziert auf 169,- € ist er mir jedoch immer noch zu teuer.

Bei Emilia Lay reduziert für 59,- € zu haben, wird in meiner bevorzugten Farbe türkis leider nicht mehr angeboten.

Dienstag, 22. Juli 2014

Post Nr 100: Poolparty!!!

Kleines Jubiläum

Heute habe ich ein kleines Jubiläum - ich schreibe meinen 100. Beitrag!!! Diesmal zum Thema Poolparty!!!


Vielen Dank an alle, die in meinem Blog stöbern und mir mit ihren Kommentaren Rückmeldung geben.
Danke Euch!

Ich muss gestehen, dass ich selbst leider derzeit eher selten Kommentare schreibe. Das liegt daran, dass ich nicht mehr so oft am Laptop sitze sondern mit Tablet (zu Hause) unterwegs bin.
Kommentare am Tablet schreiben? Höchstens ganz kurze, denn ich bin immer wieder "entsetzt", welches Eigenleben diese Dinger führen und mit welcher Dreistigkeit sie korrekt eingegebene Texte eigenmächtig verändern. Wie man diese Autokorrektur abschaltet, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber seid gewiss, dass ich Kommentare sehr gern lese.

So, nun soll die Party losgehen - hier sind sie, meine Badeschönheiten!


Die Aufnahmen sind farblich ganz gut, vielleicht nur ein klein wenig zu blaustichig. Ich trage bei Bademoden tatsächlich überwiegend hellblau, türkis und gelegentlich auch grün.
Meine bevorzugte Form sind Einteiler, besonders mag ich Bandeauanzüge. Immer gehören dazu auch Träger, die ich jedoch nur benutze, wenn ich ins Wasser gehe. Bei den Anzügen mit Trägern gefällt mir ein tiefer Rückenausschnitt.
Ganz toll finde ich übrigens auch One-sholder-Anzüge. Leider habe ich derzeit jedoch keinen.

Dies ist mein neuester Badeanzug. Er ist vom letzten Jahr, hat eine tolle Passform und stammt von Emilia Lay.


Dieses ältere Modell ist eher untypisch für mich, weil dunkelgrundig (d'blau). Die Farbtöne sind jedoch schön aufeinander abgestimmt.


Auch einfarbig und gerafft finde ich nicht übel. Die Farbe ist ein helles Smaragdgrün. Von Sunflair.


Nun ein Veteran:


Dieser Bandeau in türkis und royalblau ist schon ca. 20 Jahre alt und er gefällt mir immer noch.
Er ist ein echter Veteran, durch jahrelangen Einsatz in Chlorwasser, Mineral- und Salzwasser mürbe geworden. Die Schalen knacken und knistern mittlerweile und scheinen unter der Stoffabdeckung zu zerbröseln, der Gummizug an den Beinausschnitten hat seine Elastizität verloren. Ich will diesen Anzug aber retten und habe mir überlegt, die Schalen durch BH-Schalen zu ersetzen (Stichwort Pulli-BH) und an den Beinausschnitten vielleicht Hutgummi einzuziehen. Ich muss dazu noch ein bisschen grübeln und tüfteln. (Eine Overlockmaschine, mit der eine gewiefte Näherin das Problem angehen würde, besitze ich leider nicht.)

Habt Ihr einen Pool??? Nein??? Wie wäre es dann mit der kleinen Lösung, einem Springbrunnen?


Dieses plätschernde Minigewässer steht jetzt schon den zweiten Sommer, genauer von Frühjahr bis Spätherbst, auf meiner Terrasse.
Die Springbrunnenpumpe wird von der Sonne betrieben, ich bin schließlich ein "Sparbrötchen".
Mir macht es Freude, den Springbrunnen draußen plätschern zu hören. Bei leicht wolkigem Himmel ist es ein Plätschern mit Unterbrechungen. Befindet sich eine Wolke vor der Sonne herrscht Ruhe, wird die Wolke etwas dünner und einzelne Strahlen kommen durch, dann zittert das Brunnenröhrchen und ein Wasserrinnsal fließt leise heraus. Hat sich die Wolke verzogen, dann plätschert der Brunnen wieder fröhlich vor sich hin. Mir gefällt es.

Was man dazu braucht? Einen sonnigen Platz auf Terrasse oder Balkon. Das Brunnengefäß selbst besteht aus einem Mörtelkübel, den es im Baumarkt gibt. Letztes Jahr habe ich ein wenig Chlor ins Wasser gegeben und das Wasser blieb durchgängig klar.
Wenn man ein anderes großes Gefäß besitzt, um so besser.
Dann braucht man noch die Pumpe mit Motor, Springbrunnenaufsatz und Sonnenkollektor.
Der Sonnenkollektor braucht ein besonders sonniges Plätzchen und kann durchaus abseits vom Brunnengefäß aufgestellt werden.


Das hier gezeigte Pumpensystem kann ich uneingeschränkt empfehlen. Sie ist einfach aufzubauen, man benötigt kein Werkzeug, und es funktioniert zuverlässig.
Ich habe auch ein etwas kleineres Pumpensystem ausprobiert, dessen Sonnenkollektor in einem Kunststein eingebaut war. Das hat nichts getaugt.

Für ca. 50 bis 55 €, darin enthalten sind ca. 8 € für den Kübel, kann man sich den Plätscherspaß auf Balkon oder Terrasse stellen.

Falls ich jemanden für den "Nachbau" des Springbrunnens begeistern konnte, lasst es mich bitte wissen.



Montag, 21. Juli 2014

Share in Style: Completely White

Celebrating the World Cup

Freude über den Sieg in der Fußball Weltmeisterschaft

 




But now honestly, this is my favorite white skirt. It is made of cotton mix fabric and has crashed pleats.


Meinen liebsten weißen Rock habe ich schon ein paar Jahre, ebenso das kurze Shirt.






 

A closer look at the shirt


I think a white outfit needs some colour - here it is:




For me a white outfit means being in summer holidays and so I feel today.

Freitag, 18. Juli 2014

Von alten Schätzen, Altlasten und meinem Doppelleben

Alte Schätze oder Altlast?

 

Beim Stöbern in den Modeblogs stoße ich immer wieder auf Frauen, die mit Begeisterung nähen. Einige sind Meisterinnen darin, sich eine ganz persönliche Garderobe selbst zu erstellen, die die gängige Mode der Internetshops und angesagten Läden tief in den Schatten stellt, sowohl im Design als auch in der Qualität des Materials sowie der handwerklichen Ausführung. Diese Frauen haben meinen größten Respekt und meine Bewunderung. Meist besitzen diese Näherinnen (und Strickerinnen) einen beachtlichen Vorrat an Stoffen (und Garnen).
Auch ich bin Besitzerin eines Stoffvorrats. Und ich frage mich, ob es sich dabei um alte Schätze handelt oder doch eher um Altlasten.
Ein nennenswerter Teil meines Stoffvorrats ist 20 und mehr Jahre alt, ebenso mein nicht ganz so riesiger Vorrat an Garnen.

Wie kam es zu diesem Vorrat?


Nun, in den späten 70ern und frühen 80ern schwappte eine riesige Strickwelle über uns hinweg. Überall wurde gestrickt: in Bussen und Bahnen, im Wartezimmer der Ärzte, natürlich auch vor den heimischen Fernsehern und selbst in den Hörsälen der Hochschulen. Professoren waren ob ihrer strickenden Studentinnen irritiert, gleichwohl würde ihnen jede strickende Studentin erklären, dass Stricken nichts (oder wenig) mit Denken zu tun hat sondern rein mechanisch über das Kleinhirn läuft – mehr oder weniger.
Ich strickte, seit ich es in den 60ern im Handarbeitsunterricht der Schule gelernt hatte, recht gern.
(An der Uni blieb das Strickzeug jedoch zu Hause, aus Respekt und Höflichkeit gegenüber den Profs.) Ein Paket Wolle für einen Pulli war oft ein beliebtes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk. Einige dieser Wollpakete bilden heute noch meinen Garnvorrat. Bevor ich mit dem Stricken aufhörte, war das damalige Modegarn übrigens eine flauschige Mohair/Synthetik-Mischung, das gern für Lochmuster verwendet wurde oder mit Bändchen- und anderen Garnen als Materialmix genutzt wurde.

Mein Stoffvorrat hat eine andere Geschichte.
Meine „große“ Zeit des Nähens fand im Teenageralter statt – Stichwort Midimode. Jugend glaubt viel zu wissen und zu können. So war es auch bei mir. In der Schule hatten wir gelernt Röcke zu nähen und zwar von der Schnittkontruktion bis zur Ausführung. Da meine Röcke gelungen waren, war ich der Überzeugung, nähen zu können. Also machte ich mich gleich ans Nähen von Kleidern. Mein erstes selbst genähtes Kleid war eines mit Wiener Nähten, Raglanärmeln und Nahttaschen – mein „Stewardessenkleid“ aus d'blauem Wollstoff. Die Anfertigung war kein Problem. Lag es daran, dass ich als junger, schlanker Mensch ohne weiteres in Standardgrößen passte? Oder war ich anspruchslos was die Passform anbelangt? Ich weiß es nicht und erinnere mich auch nicht mehr, ich weiß aber sicher, dass ich nie ein Probekleid genäht habe.
Nach Ende der Schulzeit hatte ich eigentlich keine Zeit mehr zum Nähen. Es entstand noch der ein oder andere Glockenrock, das war's dann aber auch schon.

Über mein Doppelleben

 

Mein Stoffvorrat ist auf mein Doppelleben zurückzuführen.
Während man bis Anfang der 80er noch im Kleid oder im Rock arbeiten gehen konnte – sogar als Fach- oder Führungskraft, änderte sich das spätestens ab Mitte der 80er. Jeder/jede, der/die hoffte, im Betrieb „Karriere“ machen zu können, erschien in Anzug oder im Kostüm. Grauenhaft!

Da ich beruflich bereits in einer Führungsposition war, blieb mir nichts anderes übrig, also mich weiterhin auch optisch abzusetzen, also „musste“ ich ebenfalls Kostüm tragen, aber eben einen Tick besser als die Mitarbeiter. Ich betrachtete es als „Kostümzwang“.
Mein Look in der Freizeit waren jedoch weiterhin schöne Kleider und ausgestellte oder glockige Röcke. War das Oberteil etwas ausgefallen, dann war der Rock eher schlicht gehalten, bei extravaganten Röcken war dann der Pulli eher einfach. In meiner Freizeit trug ich kaum Blusen, die gehörten für mich zum Business-Look. Modisch gesehen führte ich ein Doppelleben. Es wäre mir nie eingefallen, in meiner Freizeit Kostüm zu tragen.
In dieser Zeit war ich Workaholic. Ich arbeitete lang und viel. Zeit zum Shoppen gönnte ich mir selten. Kleidung kaufte ich entweder in Häusern für hochwertige Mode oder bestellte bei Peter Hahn.
Aber dann und wann brach ich aus, zog in die Stoffabteilungen der Kaufhäuser. Wenn ich dort schöne Stoffe anfühlte, dann träumte ich davon, aus diesen Stoffen schöne Röcke oder Kleider zu besitzen und diese zu tragen – in meiner Freizeit (von der ich leider sehr wenig hatte). Ja, ich setzte Stoff gleich mit Freizeit, mit Individualität und Selbstgestaltung, mit Freiheit. Stoff, aus dem die Träume sind.
Wann ich jemals dazu kommen würde, daraus wirklich Kleidung zu nähen, diesen Gedanken verdrängte ich.
Einmal ließ ich mir aus einem hellen Wollstoff ein Kleid von einer Schneidermeisterin anfertigen. Das Kleid war gelungen. Die Schneiderin wechselte jedoch irgend wann den Beruf. Andere Versuche mit Schneiderinnen schlugen fehl. Wenn ich daran denke, dass ich einen Seidenstoff in die Tonne getreten habe, weil sich ein Änderungsschneider vergeblich daran versucht hatte, dann ärgere ich mich heute noch. Schade, in den 80ern war es bereits schwierig überhaupt noch Schneiderinnen zu finden.
Nun „sitze“ ich also auf einen Stoffberg und neige dazu, diese alten Schätze  als Altlast zu betrachten - jedenfalls manchmal. Ob ich es noch schaffen werde, das Stofflager wegzunähen? Immerhin werde ich älter und meine Augen lassen nach.

Über meine letzten Nähversuche habe ich bereits geschrieben. Aus „hochfliegenden“, nein, eher realistischen Kleiderplänen wurden am Ende doch nur einfache Röcke.

So sahen - soweit ich mich erinnere - einmal meine Pläne aus:

 Aus diesem Synthetik-Georgette in aufeinander abgestimmten blaugrau Tönen hätte ich mir gern diesen Rock genäht. 
















Die Stoffe waren für diesen Rock aus Burda Mode für Vollschlanke 2/93 bestimmt:

Ob ich es jetzt endlich umsetze?


Oder vielleicht doch eher dieses Modell?









Schaun wir mal ...