Sonntag, 22. November 2020

Neumon - Weihnachtsnähen -Teil 2

 Es geht weiter bei MMM mit Teil 2 des WKSA

Meinen Stoff hatte ich schon vorgestellt. Und ich habe bereits gestanden, dass ich nicht speziell geplant hatte, ihn für Weihnachten zu vernähen. Aber verwenden wollte und will ich den Stoff, warum also nicht jetzt in der Vorweihnachtszeit.
Die Größe meines Stoffstücks ist überschaubar und so hatte ich mir bereits im Sommer überlegt, was ich daraus machen könnte. Es gibt eine Vorlage, nach der ich den Stoff ziemlich optimal ausnutzen kann. Futter hatte ich dafür im Sommer auch schon gekauft.

Dies ist meine Vorlage - Bildquelle Farfetch, Dolce & Gabbana, Frühjahr/Sommer 2020:

Einen festen Nähplatz habe ich nicht. In der kommenden Woche passe ich einen Vormittag ab, an dem ich den großen Esstisch für mehrere Stunden ungestört für mich nutzen kann um zuzuschneiden. Früher habe ich zur Not auch mal auf dem Fußboden zugeschnitten, aber da spielen meine Knöchelchen nur noch ungern mit.

Also, Stand der Dinge ist, ich habe den Stoff und die Zutaten und ich habe eine Vorlage, kenne die Maße des Zuschnitts und weiß, dass mein Stoff dafür reichen wird. An einem der nächsten Tage wird zugeschnitten und dann bin ich mit meinem Nähmaschinenkoffer im Haus auf Wanderschaft, um ein ruhiges Plätzchen zu finden und hoffentlich ungestört zu nähen.

Für Heiligabend habe ich bereits eine Auswahl an Kleidungsstücken. Aber wenn der Rock noch in der Adventszeit fertig wird, werde ich ihn auch tragen, spätestens zwischen den Jahren.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen eine erfolgreiche (Näh-)Woche.


 

Samstag, 21. November 2020

Brauche ich jedes Jahr ein neues Weihnachtskleid?

Dies ist eines meiner ersten Weihnachtsfotos aus unserem Familienalbum (wahrscheinlich von 1955). Wenn ich es betrachte, fühle ich die Wärme des Holz- und Kohlenofens in der Ecke des Zimmers, fühle die Kälte an den Einscheibenfenstern, die von dichten Vorhängen ferngehalten wird. Ich nehme den warmen Kerzenschein an unserem kleinen Weihnachtsbaum wahr ... (Für unsere kleine Wohnung hatte das Bäumchen genau die richtige Größe.)

Heiligabend wurde bis nachmittags gearbeitet - außer, wenn die Männer, die sonst auf dem Bau arbeiteten, wenige Tage zuvor entlassen worden waren.. (So konnte der Bauunternehmer das Weihnachtsgeld sparen.)
Weihnachten und Silvester waren im Familienleben die Höhepunkte des Jahres. Es war selbstverständlich, dass man sich zu solchen Anlässen bestmöglich kleidete. Mutti und Oma trugen ihr "Kleines Schwarzes". Obwohl das Foto vor 65 Jahren aufgenommen wurde, erinnere ich mich noch genau an diese Kleider. Muttis Kleid mit den überschnittenen Ärmeln hatte ein Oberteil in Wickeloptik aus Samt und war tatsächlich schwarz. Der Rock war ein Tellerrock aus Taft mit applizierten Samtblüten. Wie oft habe ich heimlich  den Samt gestreichelt. Omas Kleid war aus dunkelblauem Wollstoff, tailliert, mit unterhalb der Taille angesetztem Glockenrock und Montagegürtel in der Taille. Die Ärmel waren angeschnitten und 3/4 lang. "Fledermausärmel" hießen sie damals.


Vater und Opa trugen Wollhosen mit messerscharfen Bügelfalten. Ich erinnere mich noch an diesen typischen Wollgeruch, wenn die Hosen mittels feuchtem Tuch und heißem Bügeleisen gedämpft wurden. An Sonn- und Feiertagen gehörte das weiße Hemd mit Krawatte immer dazu. Im häuslichen Umfeld trug Mann eine Strickjacke mit Reißverschluss. Ich denke dabei auch an die berühmten Strickjackenfotos, die mehr als 3 Jahrzehnte später entstanden: Kohl und Gorbatschow - eine Männerfreundschaft in Strickjacken.

Zurück zur Ausgangsfrage: Brauche ich jedes Jahr ein neues Weihnachtskleid? Auf jeden Fall muss es an den Weihnachtsfeiertagen (und an Silvester) ein besonderes Kleid sein, eines, in dem ich mich deutlich vom üblichen Alltag abhebe. Und es muss bequem sein, kein Stehkleid, sondern eines zum gemütlichen Sitzen, Lümmeln und Kuscheln und es muss Platz haben für den Weihnachtsbraten, für üppige Beilagen, guten Wein und ausschweifende Desserts.

Muss es neu sein? Für mich reicht neuwertig, also nicht häufig und zu jeder Gelegenheit getragen. Selbst Royals sieht man sogar bei großen Auftritten dann und wann ein Outfit zum wiederholten Mal tragen. In diesem Jahr habe ich vier (gekaufte) Kleider zur Auswahl, zwei davon noch mit Preisschild, aber dennoch sind alle vier schon einige Jahre in meinem Bestand. Außerdem hatte ich mir dieses Jahr einen schönen schwarzen Rock gekauft, den ich (außer für Fotos) ebenfalls noch nicht getragen habe. Demnächst ist dazu Gelegenheit.

Meine Auswahl für dieses Jahr:

Ein Jerseykleid - noch mit Schildchen

  


Ein blassrosa Strickkleid. Es sieht angezogen viel besser aus als so auf dem Bügel.

 

 Mein "Kleines Schwarzes" ist grau. Ich habe dieses Kleid ein einziges mal im Theater getragen.
 

Der Clou des Kleids befindet sich auf der Rückseite.
(Mit den Fotos dieses Kleids grüße ich Tina von Tinaspinkfriday herzlich.
Ich habe mir mein Kleid gekauft, nachdem sie ihres auf ihrem Blog vorgestellt hatte.
Danke, Tina, für diese Inspiration!)




Dieses Kleid aus Seide ist mein Favorit für Heiligabend 2020.
 



Und dann gibt es noch diesen Rock ... den ich dann natürlich winterlich kombinieren werde.


Meine Ausgangsfrage ist damit beantwortet. Ich muss weder etwas Neues kaufen - noch selbst nähen. - ich darf einfach aussuchen und hübsch kombinieren, ganz ohne Hektik. Dennoch werde ich den WKSA mit großem Interesse verfolgen.

 

Mittwoch, 18. November 2020

Neumon - Neues Weihnachtskleid 2020?

Auch in diesem Jahr findet bei MMM wieder ein WKSA statt. Eine feine Sache, denn ich stöbere gern in Blogs, sehe mir an, was andere Näherinnen an Ideen haben und umsetzen. Ich lerne immer auch ein bisschen dazu. 

Dank an die Organisatorinnen, die dieses schöne Forum anbieten. Auf das Stöbern in den Posts freue ich mich schon.

2014 und 2015 habe ich mitgenäht. Das waren die Ergebnisse:

Weihnachtsrock von 2013, getragen zum Brunch am 1. Weihnachtsfeiertag - und in den Folgejahren mindestens einmal in der Adventszeit.

Weihnachtskleid und Rock 2014

 

Das Kleid habe ich nach Weihnachten nicht mehr getragen. Warum eigentlich nicht?

 

Diesen Rock habe ich danach noch im Advent und im Theater getragen


Weihnachtsrock 2015, der gleiche in grün (davon gibt es kein geeignetes Tragefoto). Auch dieser Rock wurde einmal ins Theater ausgeführt.

Und 2020?

Ein neues Kleid brauche ich nicht, deshalb wollte ich eigentlich diesmal nicht mitmachen. Eigentlich - aber ich habe einen Stoff, der auf Verarbeitung wartet. Also warum ihn nicht jetzt verarbeiten?



 

Dieser Stoff ist ein Geschenk einer lieben Freundin. Sie brachte ihn mir von einer Haushaltsauflösung mit.
Es ist ein transparenter Crepe Georgette oder Chiffon mit Blüten in rosa bis apricot und grünen Blättern aus Satin Wie die Satinblüten wohl auf den Crepe aufgebracht wurden?  Der Stoff stammt wahrscheinlich aus den späten 70ern oder 80ern. Es ist  ein Stück von ca. 140 cm Länge und 140 cm Breite.
.
Meine Freundin schlug vor, dass ich mir daraus ein Blüschen nähe. Nun, ich bin nicht so der Blusentyp, schon garnicht im Winter. Die Farben des Stoffs gefallen mir. Da bei mir Haut- und Haarfarbe mittlerweile jedoch ziemlich hell sind, ist mir die Farbe schwarz in Gesichtsnähe zu hart. Also wird daraus kein Blüschen ... sondern ein Adventsröckchen. Meine Freundin wird sich jedenfalls freuen, wenn ich aus ihrem Stoff etwas genäht haben werde.

Eine - rein hypothetische - Idee habe ich noch - dieses Kleid hier. Das Oberteil könnte ich aus dem "Weihnachtsstoff" nähen, das Rockteil aus schwarzem Georgette, den ich allerdings erst noch bestellen müsste. Halsausschnitt und Ärmelkanten könnte ich mit apricotfarbenem Schrägband einfassen. Fürs Oberteil könnte mein Stoff reichen.

Fotoquelle: BurdaStyle 2020/05
 

Allen Teilnehmerinnen des WKSA 2020 wünsche ich gutes Gelingen! 

Über die Frage, ob ich ein neues Weihnachtskleid brauche, habe ich hier (klick) meine Gedanken niedergeschrieben.

Sonntag, 25. Oktober 2020

Wild Thing - woran denkst Du dabei?

 


Die ü30-Blogger laden zur Blogparade im Oktober ein ... und ich mach' mit.

Bei "Wild Thing" fällt mir sofort dieser Song ein ...

 


 https://www.youtube.com/watch?v=gSWInYFVksg

 ... und wie ich damals - 1966 - als 14-Jährige dazu tanzte - im Minikleid!

"Beat-Musik" wurde diese Musikrichtung damals genannt. Und es gab viele Musikgruppen, die damals "handgemachte" Musik machten ... nicht nur die Troggs, auch die Kinks, Manfred Mann, The Who ... waren bekannte Bands dieser Zeit aus GB. "Beat-Musik" war Lebensgefühl!

Ich war stolze Besitzerin eines Transistor-Taschenradios. Das empfing nur Mittelwelle und nur nahegelegene Sender. Richtete ich die eingebaute Antenne, also das gesamte kleine Radio, entsprechend aus, konnte ich um fünf nach sechs abends sogar den Saarländischen Rundfunk empfangen. "Hallo Twen" mit Manfred Sexauer spielte  die angesagten Titel dieser Zeit.
Sehr gut zu empfangen war AFN - American Forces Network -. Die spielten Black Music!
Pure Soul! Percy Sledge's "When a Man Loves a Woman" erschien ebenfalls 1966.

Optisch modisch denke ich bei "Wild Thing"  natürlich an Animal Prints. Bei mir ist das dann eher Schlange als Leo.

Einer meiner Lieblingsröcke, den ich auch heute trage ...



"Schlangenleder"-Schuhe! Ich mag sie sehr, denn sie erinnern mich an meine Kindheit, meine Bewunderung für Muttis echte Schlangenlederschuhe.

 

 

Dies sind meine Lieblingsschlangen, bedrucktes Leder mit Prägung - fühlt sich fast echt an.

 

Mit etwas gutem Willen kann dieser Druck als Giraffenmuster durchgehen oder als Kuhflecken.



Tja, und dann gab es tatsächlich noch so etwas wie eine wilde Zeit als Sozia. Cool, oder?

Genug "gewildert". Auf geht's zu den ü30bloggern ... und ich verlinke bei Wild Thing  

Dank an die Organisatorinnen für diese schöne Idee!

 

Samstag, 24. Oktober 2020

Fundstück - oder - Ist mir doch egal!

 Zu diesem Beitrag passen zwei Überschriften:

Fundstück

oder

Ist mir doch egal!

Also: ich entdecke in meinem Schrank immer einmal wieder Kleidungsstücke, die "neu" sind - "neu" im Sinne von neuwertig, ungetragen, oft noch mit Preisschild, jedoch schon länger in meinem Bestand. So entdeckte ich dieser Tage ein hübsches Jäckchen in einem tollen blaugrau. Sofort wusste ich, wofür ich das Jäckchen gekauft hatte - für zwei Röcke, die ich damals erst noch nähen musste. Sie lagen nur als Stoffe vor.
Hat das gedauert!!! Aber nun existieren diese Röcke! Nur hatte ich mittlerweile die Existenz des Jäckchens vergessen! Ja, so ist das, wenn man Teile für bestimmte Zwecke auf Vorrat kauft.
Das Jäckchen ist also das "Fundstück"!

Und "Ist mir doch egal!"? Draußen ist es Herbst und das ist mir gerade egal! Denn die Röcke, die zum Jäckchen passen, sind eher sommerlich. Und ich will Jäckchen und Rock jetzt tragen! Trotz Herbst! - schließlich ist drinnen geheizt. So zeige ich jetzt also das Fundstück mit selbstgenähtem Rock, einfach weil die Farben so schön harmonieren und weil ich schon vor langer Zeit ein Bild von einem Outfit im Kopf hatte, das nun endlich real ist.






.Und mit Pulli und Jäckchen ist mir nicht einmal zu kalt.

Mein Fundstück, das mich so sehr erfreut, hat eine Nahaufnahme verdient.




Twinset mal anders


Freitag, 16. Oktober 2020

Auf grüner Welle

Meine Sammlung an Plisseeröcken hat in diesem Herbst Zuwachs bekommen, ein Exemplar in dunklem Flaschengrün.

 

Das rote Blattwerk gehört zu einem Duftschneeball. Er ist jetzt leuchtender Farbfleck im Garten.


Diesen Neuling habe ich mit einem echten Veteranen kombiniert, einem Mohair-Pullover aus den frühen 80er Jahren in petrol. Der Pullover ist warm wie ein Pelz. Ich sollte ihn bei Nieselregen draußen tragen, damit sich seine Härchen wieder schön aufplustern können. Zu lange hat das Stück ganz unten im Pulloverstapel geruht. 



2014 hatte ich angekündigt, mich davon zu trennen, wollte Platz schaffen im Schrank für Neues. Ich habe es nicht getan - und das war gut so, denn

1. Pullover mit voluminösen Ärmeln kommen wieder

2. So schönes Material - Mohair, nicht Polyacryl! - muss man heute sehr lang suchen

3. Ich habe den Pullover selbst gestrickt, vor fast 40 Jahren!
Die eigene Arbeit Wert zu schätzen ist auch eine Art von Nachhaltigkeit.

Samstag, 10. Oktober 2020

Zukunftspläne? Zumindest Ideen!

In diesem Sommer habe ich tatsächlich einiges genäht, habe meine Stoffvorräte etwas abgebaut, habe sogar "recyclet", habe ungenutzte Röcke "tragbar" gemacht.

Die große passionierte Näherin bin ich nicht, eher begeisterte Verwenderin meiner vorhandenen Kleidungsstücke, aber ein paar Ideen habe ich doch, was ich nun machen könnte, wenn ... ja wenn ich mir einen Ruck dazu gebe und den A ... hoch bekomme, den Allerwertesten.

Die Schnitte, die mir nun vorschweben, möchte ich hier zeigen. Alle stammen aus Heften von BurdaStyle, die ich Zuhause habe. Ich werde keine Schnitte kaufen.

Achtung - das ist jetzt Werbung, wenn auch unbeauftragt und unbezahlt ... und was man sonst so an dieser Stelle angeben muss ...

Aus dem neuesten Heft - hurra, ein Modell, das (fast) wie aus den 60ern und 70ern aussieht

Modell 11/2020 103




Ein Schottenkaro habe ich nicht im Vorrat, aber einen Glenscheck oder einen Nadelstreifen.

Schon vor Erscheinen dieses Hefts hatte ich mir überlegt, mir diese Art von Rock zu hähen - aus reiner Nostalgie (klick hier). Im Internet suchte ich nach Tartan-Stoffen, Schottenkaro ... und weiteren Begriffen, die mir dazu einfielen. Ergebnis: "echte" Schottenstoffe aus Schurwolle kosten ab ca. 63 € pro Meter, man kann aber auch leicht das Doppelte ausgeben. Günstiger sind Karowollstoffe aus Italien, ca. 43 €. Zu "normalen" Preisen von 10 bis 15 € gibt's Polyester oder Polyester mit Viskose - sieht ganz nett aus, manchmal sogar "echt", entspricht aber nicht dem, was ich mir unter Qualität vorstelle. Ja, Nähen ist teuer geworden, seit es zum Hobby ernannt wurde und nicht mehr eine sparsame Alternative war/ist, sich und die Familie gut einzukleiden. 

Ich weiß, man spricht nicht über Geld ... aber ... ich tu's doch!
Also: bei reinen Materialkosten von deutlich über 120 € neige ich dazu, den Betrag zu erhöhen und mir das Kleidungsstück fertig zu kaufen, sofern es meinen Qualitätsvorstellungen entspricht, denn beim Selbernähen besteht die Gefahr, dass mir das Teil nicht gelingt oder es einfach nicht fertig wird. Das wäre dann mehr oder weniger ein Totalverlust. Bei den Stoffen minderer Qualität ist es mir wiederum zu schade um meine Zeit.

Mein Modegeschmack wurde in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts geprägt - ich weiß, das klingt jetzt uralt -. Als ich die 2. Variante dieses Rocks sah, hat es mich amüsiert geschüttelt. Könnt ihr euch vorstellen warum? 


Für mich ist dieses Styling "abenteuerlich". Ich stelle mir vor, ich wäre so in Meetings erschienen, die Blicke aller Teilnehmer wären mir sicher gewesen - und die Lacher auch.

 

Modell 05/2020 114


Ein schlichtes, schönes Modell, ein Dauerbrenner, vielfältig einsetzbar. Stoffverbrauch 1,85, Zuschnitt im schrägen Fadenlauf
Einen blauen Schurwollstoff habe ich dafür bestimmt im Fundus.


Modell 03/2020 111

 


Vielleicht verwende ich den Nadelstreifen für diesen Rock? Passe im geraden Fadenlauf, die Glocke schräg zugeschnitten.


Wickelrock Modell 05/2020 123

Ob ein gerader Rock das Richtige für mich ist? Ich würde den Rock an jeder Seite 3 bis 5 cm ausstellen, die Kante des Vorderteils muss dann parallel zur Seitenlinie verlaufen.
Diesen Schnitt werde ich wahrscheinlich heraus kopieren und als Basis für einen schlichten Rock in A-Linie verwenden.

Übrigens wieder ein Beispiel, dass Burda keine Anprobe mit dem Model gemacht hat. Ihr ist der Rock über Bauch und Hüfte zu eng.


 

 
In den letzten Burda-Heften tauchten immer wieder Wickelröcke mit mehr oder weniger langem Zipfel auf. Ich habe so einen hübschen Schal, der sich für solch einen Rock eignen könnte. Jedenfalls habe ich den Schal schon in der Absicht gekauft, daraus einen Rock herzustellen. Dieses Modell betrachte ich als Anregung. Irgendwo besitze ich eine Schema-Zeichnung mit Beschreibung, wo man Abnäher setzen muss, damit aus einem geraden Stück Stoff ein Wickelrock entsteht. Das werde ich ausprobieren.


Kilt 10/2017 117
 

 
Sieht von vorn klasse aus, ABER der Rock ist hinten glatt geschnitten. Vorn trägt man etwa doppelt so viel Stoff wie an der Rückseite, der Rock ist also unausgewogen und wird immer nach vorn ziehen und hinten etwas hoch rutschen. Das sieht meist nicht so gut aus. Aber ich habe dazu gelernt, zumindest theoretisch. Der Trick bei Chanel-Jacken war, dass in den rückwärtigen Saum Ketten als Gegengewicht eingenäht wurden. Ich stelle mir vor, dass ich die Stoffteile wiege und dann in der Gardinenabteilung Bleiband kaufe. Mit der richtigen Menge an Bleiband müsste so ein Rock doch in Balance gebracht werden können - zumindest theoretisch. Natürlich würde es auch helfen, die Rückseite ebenfalls in Falten zu legen, dann wäre der Rock sicher ausgewogen.
Übrigens sei der Originalstoff aus Polyester/Viskose, so steht es im Heft. 
 
So, das waren meine Ideen für eines meiner nächsten Projekte.
Insgesamt  habe ich mir Röcke ausgesucht, die max. 2 m Stoff benötigen. Ich bin oft erstaunt (im Sinne von entsetzt), wie verschwenderisch der Stoffverbrauch bei Burda kalkuliert wird. Eigentlich ist es Resourcen schonender, sehr sparsam und wohl überlegt mit Stoff umzugehen.