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Donnerstag, 6. August 2020

Auf der Suche nach der Zitrone

"Dabei kann ich wohl nicht mitmachen", dachte ich, als ich das Motto der ue30blogger las: "Lemons all over". Zitronen? Befindet sich in meinem Kleiderschrank irgend ein Teil mit Zitronenmotiv? Ich wüsste nicht. Gelb ist nicht so meine Farbe - ich bin eher der Typ für die bläulichen Untertöne.
Dann kam mir heute Morgen die Idee und ich suchte im Fotofundus. Und da war sie, die Zitrone! Auf d'blauer Seidenbluse.
Die Fotos habe ich vor einigen Jahren (2014) gemacht (mit Selbstauslöser - wie immer) . Und ja, die Bluse existiert noch (wie auch Rock und Ledergürtel), also darf ich sie wohl zeigen.

Gesucht und gefunden - die Zitrone!


Dank an die Organisatorinnen dieser Link Party, der ich mich nun anschließe.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Draußen ist es trübe, ...

... doch bei mir regnet's Rosen! Mein Rosenrock ist fertig! Diesmal lagen zwischen Plan und Umsetzung nur wenige Tage.


Die Vorlage meines Rocks,

* Werbung - unbeauftragt und unbezahlt - durch Markennennung und Quellenangabe *
Quellenangabe: farfetch.com / Dolce & Gabbana

 "Lasst Rosen regnen", hatte ich bereits vorgestellt. Das ist das Ergebnis.










Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Die Nachahmung der Proportionen der Stufen ist mir gut gelungen. Auch der Wechsel zwischen den gelegten Falten der ersten Stufe und den eingereihten der zweiten Stufe gefällt mir gut. Das Rosenmuster hätte ich mir ähnlicher zur Vorlage gewünscht. Ich hätte mich auch durchaus für eine etwas schwerere Stoffqualität entscheiden dürfen. Die Farben sind real nicht ganz so blass wie auf den Fotos.
Nicht zufrieden war ich mit dem Futterstoff. Er franste schnell aus und die Nähte zogen sich zusammen. Ich trennte das Futter am Ende, also nachdem alles fertig war, wieder heraus. Der Rock ist jetzt ungefüttert und wird mit separatem Unterrock getragen.
Wie gesagt, ich bin zufrieden und ich werde den Rock tragen, aber ein Lieblingsrock ist er nicht, weil mich das Stoffmuster eher an Bettwäsche erinnert, als an D&G.

Ein Detail möchte ich zeigen - den Saum.
In Nähanleitungen steht bei voluminösen Säumen oft, dass umgeschlagen und gesteppt werden soll. Das mache ich nicht. Normalerweise nähe ich den Saum unsichtbar von Hand, diesmal habe ich den Blindstich meiner Maschine verwendet, die einen (fast) unsichtbaren Saum erzeugt. Der Stoff ist übrigens eine BW-Mischung.


Von außen sind die Stiche fast nicht zu sehen, von innen erkennt man den Maschinensaum.
Toll, was meine 55 Jahre alte Singer "Golden Panoramic" kann.
Ja, ich verwende dieses gute, alte Stück sehr gern. Die Maschine ist unverwüstlich.
Ich besitze noch eine Pfaff aus den frühen 90ern. Die müsste in der Wartung - und das ist mittlerweile ein Problem, denn ich müsste mit der Maschine in die Nachbarstadt. Hier bei uns finde ich keine Werkstatt.

Nachtrag vom 18.07.2020:

Heute wird ein warmer Sommertag bis zu angekündigten 30 Grad. Da passt zum Rosenrock das leichte BW-Blüschen


Und auf geht's zur nächsten Link-Party bei MMM im August.

Montag, 6. Juli 2020

Lasst Rosen regnen

* Werbung - unbeauftragt und unbezahlt - durch Markennennung und Quellenangabe *

Ich stöbere gelegentlich gern bei den ganz Großen der Bekleidungsindustrie, manchmal um einfach nur zu träumen, zu staunen, welche Ideen sie haben und manchmal auch um Anregungen zu bekommen.

Seit Frühjahr zieht es mich immer wieder auf Seiten, die Mode von Dolce & Gabbana zeigen. Vorzugsweise schaue ich bei Röcken nach, da sich Röcke in meiner Lebensrealität bestens bewährt haben. Natürlich sind es die weiten Röcke in Midilänge, die es mir angetan haben, denn Pencil Skirts haben sich bei mir schon in jüngeren (und schlankeren) Jahren als nicht alltagstauglich erwiesen.

Ein Rosenrock hat es mir besonders angetan - dieser hier: ein Rosentraum!

Quellenangabe: farfetch.com / Dolce & Gabbana



 Allein schon der Stoff gefällt mir ausnehmend gut. Fotoprint auf reiner Baumwolle.
Und wenn ich bedenke, dass ich in letzter Zeit zwei Stufenröcke fertiggestellt habe, dann ist das wohl meine neueste Lieblingsform.
Immer wieder habe ich mir die Fotos mit der Lupenfunktion angesehen und auf jedes Detail geachtet. Parallel suchte ich im Internet und bei den 4 Stoffquellen meiner Stadt nach einem ähnlichen Stoff. Im Präsenzhandel habe ich nichts auch nur annähernd ähnliches entdeckt. Die angebotenen Rosenstoffe sind zu verspielt.
Im Internet kam ich bei Dekostoffen der Sache schon näher. Ein Stoff schien mir vom Motiv her schon geeignet: auch Fotoprint auf reiner Baumwolle, sogar das Gewicht pro qm war angegeben: 200 g. 200 g? War das jetzt viel oder wenig? Eigentlich begrabbele ich Stoffe vor dem Kauf gern, nein, ich prüfe natürlich die Haptik. Ich legte meinen weißen BW-Rock auf die Küchenwaage: 220 g bei ca. 1,75 qm Stoff. 200 g pro qm sind also zu schwer, der Stoff wird wohl zu steif sein.
Dann entdeckte ich doch noch einen Kleiderstoff, der meinen Vorstellungen nahe kam und bestellte ihn. (Eigentlich wollte ich mir keine Stoffe mehr kaufen 😌.)


Mit der Lupe gesucht und gefunden - die Details des Rocks:

Fester Bund mit RV in rückwärtiger Mitte. Der RV endet etwa 2 cm unterhalb der Passe und reicht in den Bund.

Die Passe ist eingereiht.

Der Bund ist ein Formbund. In der Tradition der frühen 50er Jahre ist der Bund Richtung Hüfte um ca. 1,5 bis 2 cm verlängert, sodass die Reihung der Passe nicht in der Taille sitzt, sondern leicht unterhalb.

Ich habe die Proportionen von Passe und Stufen ausgemessen und umgerechnet auf meine geplante Gesamtlänge von 75 cm. Danach hat die Passe eine Höhe von 18, Stufe1 von 25 und Stufe 2 von 32 cm.

Stufe 1 ist in 12 Falten gelegt, nicht eingereiht.

Stufe 2 ist normal gekräuselt.
Meine geplanten Abweichungen von der Vorlage:
Ich werde keinen festen Bund nähen, sondern einen dehnbaren.  Ein fester Bund würde bei mir im Sitzen "krumpeln" und drücken. Mittlerweile geht bei mir Bequemlichkeit vor. Mit Dehnbund brauche ich auch keinen Reißverschluss. Wenn ich die Optik eines glatten Bunds trotzdem erreichen möchte, mache ich einen Stoffgürtel, der hinten mit Haken und Ösen geschlossen wird, aber das ist optional.
Von Innen habe ich die Vorlage nicht gesehen. Mein Rock wird ein weißes Futter bekommen mit Passe wie Oberstoff, dann angesetzter, diagonal zugeschnittener Glockenrock.

So, nun warte ich auf die nächste Gelegenheit, an einem großen Tisch mit dem Zuschnitt zu beginnen.








Mittwoch, 1. Juli 2020

Was lange währt ...

... wird endlich fertig!

Heute ist MMM und ich habe nur noch einige Stunden Zeit, um Fotos meines neuesten Rocks zu machen.

In den 90ern kaufte ich mir diese 3 farblich passenden Stoffe.


Daraus sollte dieser Rock werden.


Die Bahnen habe ich vor einigen Jahren zugeschnitten, aber dann blieben sie liegen.
Sind zugeschnittene Bahnen schon ein UFO?
Vor ein paar Wochen wollte ich dann endlich das Projekt zu Ende bringen. Aber mir kamen Zweifel. Wollte ich diesen Rock überhaupt noch? Passte das grafische Muster des mittleren Stoffs wirklich zu den anderen beiden? Farblich schon, aber sonst? Karos und Dreiecke zu Wellen und Kringeln?.

Ich disponierte um. Aus dem unteren Stoff ließ sich tatsächlich ein Stufenrock nähen, den ich mittlerweile sehr gern trage.
Der Stoff ist sehr transparent, hat daher ein d'blaues Futter bekommen, ebenfalls in Stufen mit identischem Umfang. Da dieser feine Synthetik-Stoff leicht ausfranst, habe ich an den Seiten der einzelnen Bahnen Kappnähte genäht.






Meine Fotos entstehen mit Stativ und Selbstauslöser und werden dann in geeigneter Größe ausgeschnitten.


Und nun reihe ich mich ein in die Folge hübscher selbst genähter Kleidung bei MMM Juli 20.

Dienstag, 30. Juni 2020

Blogparade: Mut zum Hut!

Zugegeben, eine überzeugte Hutträgerin bin ich nicht und eine mutige Hutträgerin schon garnicht. Ein Panamahut schien mir jedoch unverzichtbar. Ich habe ihn schon seit Jahrzehnten, da er aber wenig getragen wird, sieht er noch aus wie neu.
Zu meinem Gauguin-Kleid passt dieser Hut jedenfalls vortrefflich.



Das Hut-Motiv findet sich auch auf dem Stoff des Kleides wieder.

Dank an Frau Nähfreundin, die die Entstehung von Panamahüten so gut dokumentiert und reich bebildert hat.

Eher wie gewollt und nicht gekonnt 😏 war mein Versuch mit einem Fascinator Marke Eigenbau. So unnachahmlich wie Miss Kittenheel bekomme ich solch einen Look mit Fascinator nicht hin.





Baskenmützen mag ich schon seit ich etwa 15 war. Damals (1967) erschien der Film Bonnie and Clyde. Die Mode, der Look den Faye Dunaway trug, war für mich eine Offenbarung. Eine Baskenmütze musste ich unbedingt haben. Ich erstand meine erste Baskenmütze bei unserem Schüleraustausch im Elsass und war stolz auf mein echt französisches Modell.




Faye Dunaway trug ihre Mützen auch oft tief ins Gesicht gezogen. Auch meine Frisur passt zum damaligen Look, nur war Faye damals Ende 20 und ich auf diesem Foto schon über 60.
Aber von der Filmvorlage abgesehen, sieht es doch hübsch aus, im Herbst bei windigem Wetter zur Baskenmütze einen schwingenden, längeren Rock zu tragen, oben herum eingemummelt in Strick.



Auch von diesem Hut mag ich mich nicht trennen. Ich kaufte ihn mit 17 oder 18 Jahren und trug ihn damals auch, und genoss die Blicke, die er auf sich zog. Wenn ich ihn heutzutage aufsetze, freue ich mich immer noch an diesem Look.

Viel mehr Outfits mit Hut gibt es hier bei elablogt.de / elablogt.de und bei Sunny.

Danke für die Organisation dieser Ü30-Party.





Mittwoch, 17. Juni 2020

Blogparade : All about Bags

Bei Frau Nähfreundin entdeckt: Blogparade: All about Bags.
Das ist eine schöne Idee, einmal wieder zu schauen, welche Taschen von anderen Frauen getragen werden, und auch die eigenen Taschen zu zeigen. (Viele Fotos stecken schon im Fundus und müssen nur gesichtet werden - hurra!)

Was ist mir an Taschen wichtig? 

Meine müssen aus Leder sein! Und sie dürfen durchaus "historisch" sein.

Im Fotofundus erschien als erstes diese Tasche; eine Clutch aus den 30ern, die man damals Unterarmtasche nannte. Ich verwende sie gern zum Ausgehen, wenn es ein bisschen extravaganter sein darf.








Diese Tasche stammt aus den 60ern und ist an die Kelly Bag angelehnt.
Ja, manchmal mag ich es Ton in Ton.







Überhaupt gefällt es mir, wenn Farbtöne harmonieren. Warum also nicht hellblaue Tasche zu hellblauem Twinset. Vor fünf, sechs Jahren gab es ein Revival der Kelly Bags.


Diese Tasche ist z. B. so ein Nachfahre aus Italien.






Tasche und Schuhe dürfen durchaus zusammen passen, müssen es aber nicht. Wichtiger war mir, dass der Farbton der Tasche zum Wickelpullover passt.



Marine und blaugrau, warum nicht?


Auf teure Designerstücke lege ich keinen wert, ich kaufe auch keine Plagiate im Internet, aber eine gewisse Ähnlichkeit zu einer berühmten Taschenform darf durchaus sein



Wieder so ein Urenkel der Kelly Bag. Und dazu noch Maigrün! Manchmal darf die Farbe schon ausgefallen sein.









Oder wie wäre es mit blau?


 

Beutel in tollem Grün! Und Schuhe und Tasche müssen wirklich nicht dieselbe Farbe haben.


Meine d'blaue Tasche von ca. 1970 - ich verwende sie immer noch.


Eine weiße Unterarmtasche aus den 1930er, die ich immer noch gern mag.




Kommen wir nun zu meinen Bürotaschen: Sie sind so groß, dass ich darin einen Stapel DIN A4 Seiten mitnehmen konnte. Die mit dem längeren Henkel hat den Nachteil, dass ich beim Treppensteigen den Arm anwinkeln muss, damit die Tasche nicht auf dem Boden schleift, wenn ich sie in der Hand und nicht über der Schulter trage.







Kleinere Taschen sind wirklich handlicher.




Meine Notfalltasche! Sie war im Büro untergebracht und enthielt alles (!), was Frau so brauchte:  Hygieneartikel, dekorative Kosmetik, Taschentücher, Hand- und Gesichtscreme, Kamm, Bürste und Föhn (immerhin konnte ich meine Frisur retten, wenn ich unterwegs in einen Regenguss gekommen war), Ersatzstrumpfhosen, Nähzeug, Nagelknipser, Schmerztabletten ...)



Witzig fand ich diese weiße Tasche mit dem Erinnerungsknoten. Sie passt im Sommer zu fast allem.





Das war eine spontane Auswahl meiner Taschen. Es sind noch längst nicht alle.

Ausnahmen vom Lederpostulat sind diese Ausgehtaschen: Die Metallplättchentasche stammt aus den 60ern, die kleine, dunkelblaue stoffbezogene Tasche stammt aus den 30ern und den perlenbestickten Beutel habe ich mir vermutlich in den 80ern aus China mitgebracht.



Wie lagere ich meine Taschen? 

Die größeren auf dem Schrankboden des Kleiderschranks, die kleineren in einem Schrankfach. Manche bekamen beim Kauf einen weichen Stoffbeutel mit, den ich auch zu Hause weiter verwende.

Pflege?

Farblose Schuhcreme und weiche Bürste zum Entstauben oder Polieren.

Designer oder bekannte Marken?

Darauf lege ich keinen besonderen Wert. Die (teure) Original-Tasche brauche ich nicht, mir genügt es, wenn ich eine Tasche finde, die einer tollen Vorlage nachempfunden ist. Überhaupt muss sie mir eigentlich einfach nur gefallen.

Was darf meine Tasche kosten?

Ich habe, so glaube ich, noch nie mehr als 200€ ausgegeben. Mittlerweile muss ich mich aber schon gut umsehen, um eine Ledertasche in dieser Preiskategorie zu finden. Und ich habe festgestellt, dass ich sehr gut aufpassen muss, denn in diesem Preissegment wird auch viel (echt aussehendes) Kunstleder verkauft.

Alte Taschen und "Nachhaltigkeit"

Einige meiner Taschen habe ich geerbt. Sie sind aus den 30er und 60er Jahren. Die älteste Tasche, die ich mir selbst gekauft und noch in Besitz habe, stammt von Anfang der 70er. Ab und zu trage ich sie noch.

Eine Tasche wird bei mir nur dann aussortiert, wenn sie kaputt ist, z. B. der Reissverschluss oder die Verbindung zwischen Henkel und Taschenkörper ist gerissen. Auf diese Schwachstelle achte ich mitlerweile beim Kauf.

Mittlerweile habe ich also eine stattliche Taschensammlung.

Wunschtasche - Taschenwunsch?

Ja, hab' ich noch! Wenn wieder Flohmärkte abgehalten werden, möchte ich nach einer echten Krokotasche in schwarz suchen.

Link

Und nun verlinke ich diesen Betrag hier bei ue30blogger.